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Corona: Infos und Materialien für Mitarbeitende

Auf dieser Seite informiert der Krisenstab der EKHN Sie zum jeweils aktuellen Stand der Handlungsempfehlungen für Mitarbeitende in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen. Die COVID-19-Pandemie stellt viele Bereiche der EKHN vor Herausforderungen. Immer wieder müssen Regelungen und Handlungsanweisungen überprüft werden. Wir aktualisieren diese Webseite deswegen kontinuierlich! Dabei gelten grundsätzlich für alle Gemeinden und Einrichtungen die Verordnungen der staatlichen und kommunalen Behörden.


Grundsätze für das kirchliche Leben zum Schutz der Gesundheit in Versammlungen und Veranstaltungen von Kirchengemeinden, Dekanaten und Einrichtungen sowie Rahmenbedingungen für ein Infektionsschutz-Konzept vor Ort in der EKHN - Stand: 2. Juni 2020

 

Der Krisenstab der EKHN hat Empfehlungen für kirchliches Handeln in Kirchengemeinden, Dekanaten und Einrichtungen im weiteren Verlauf der Corona-Krise zusammengestellt, die regelmäßig an geänderte Verordnungen der Länder Hessen und Rheinland-Pfalz angepasst werden.

Für Gottesdienste sind die Informationen in denGrundsätzen zum Schutz der Gesundheit in gottesdienstlichen Versammlungen und Rahmenbedingungen für ein Infektionsschutz-Konzept vor Ort in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau“ zusammengestellt.

Derzeit gelten in Hessen die „Verordnung zur Beschränkung von sozialen Kontakten und des Betriebes von Einrichtungen und von Angeboten aufgrund der Corona Pandemie (Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung)“ vom 7. Mai 2020 bis zum 5. Juli 2020 und in Rheinland-Pfalz die 8. Corona-Bekämpfungsverordnung vom 27. Mai bis zum 9. Juni 2020.

Die Änderungen zur vorherigen Version sind jeweils gelb unterlegt.

Inhaltsverzeichnis

1. Öffnung der Gemeindehäuser, Nutzung kirchlicher Räume: Schutzkonzepte mit Hygienemaßnahmen immer erforderlich

2. Verantwortlichkeit

3. Gottesdienste

4. Besprechungen und Sitzungen

5. Zugang zu Dienstgebäuden

6. Gemeindekreise, Öffnen der Gemeindehäuser

7. Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden

8. Kindertagesstätten, Schule, Kindergottesdienst

9. Veranstaltungen unter 100 Personen

10. Feste, Gemeindefeste, Tanzveranstaltungen, Partys, Familienfeiern

11. Chöre und Konzerte, Musikunterricht

12. Sommerfreizeiten, Konfirmandentage, -wochen oder -freizeiten, Seniorenfahrten

13. Kirchenläden und Beratungsstellen

14. Kirchliche Tagungs- und Freizeiteinrichtungen

 

1.        Öffnung der Gemeindehäuser, Nutzung kirchlicher Räume: Schutzkonzepte mit Hygienemaßnahmen immer erforderlich

Die Öffnung von Gemeindehäusern und die Nutzung kirchlicher Räumlichkeiten ist in Hessen wieder möglich. In Rheinland-Pfalz gilt dies eingeschränkt für bestimmte Zusammenkünfte wie Sitzungen, nicht aber für Gemeindeveranstaltungen. Voraussetzung ist, dass der Kirchenvorstand bzw. der Dekanatssynodalvorstand oder andere kirchliche Leitungsorgane  für ihre Gemeinde(häuser) und jeden, für Zusammenkünfte oder Veranstaltungen genutzten Raum ein Schutzkonzept mit den jeweils erforderlichen Hygienemaßnahmen entwickelt und beschließt.

Dafür gelten die allgemeinen Verordnungen der Länder Hessen und Rheinland-Pfalz, die auch für Gemeindehäuser Anwendung finden.

a)       Es muss eine Konzeption zur Steuerung des Zutritts und der Vermeidung von Warteschlangen getroffen und umgesetzt werden.

b)       In einem Raum darf sich gleichzeitig maximal eine Person je angefangener für den Publikumsverkehr zugänglicher Grundfläche von 5 Quadratmetern aufhalten, sofern Sitzplätze eingenommen werden. In allen anderen Fällen darf maximal eine Person pro 10 Quadratmeter Grundfläche in die betreffende Räumlichkeit eingelassen werden.

c)       Zwischen den Personen muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden, ausgenommen zwischen Angehörigen eines Hausstandes. Andernfalls müssen geeignete Trennvorrichtungen angebracht werden.

d)       Werden Räume von Gruppen genutzt, sollte die Gruppengröße 15 Personen nicht übersteigen.

e)       Zwischen Personen, die nicht einem gemeinsamen Hausstand angehören, dürfen keine Gegenstände entgegengenommen und anschließend weitergereicht werden.

f)        Geeignete Hygienekonzepte entsprechend den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts müssen vorliegen:

-    Persönliche Nahkontakte vermeiden (zum Beispiel Händeschütteln oder Umarmung zur Begrüßung)

- Hygieneregeln einhalten (Händewaschen, Husten- und Nies-Etikette),

- Hygieneartikel, insbesondere Desinfektionsmittel, zur Verfügung stellen,

- Mund-Nasen-Bedeckung tragen, sofern die Verordnungen nicht ohnehin eine Bedeckungspflicht vorsehen

- Regelmäßige Desinfektion von Händekontaktflächen (zum Beispiel Türklinken) und Sanitäreinrichtungen

- Regelmäßiges intensives Lüften von Räumen, Bevorzugung von Kontakten im Freien

Das regelmäßige, bedarfsgerechte Reinigen der Sanitäreinrichtungen ist zu planen. Aufgrund der weiteren, hohen Hygieneanforderungen an die Ausgabe von Speisen und Getränken sollten Küchen nicht für Veranstaltungen oder durch Gruppen und Kreise genutzt werden und auf die Ausgabe von Speisen und Getränken verzichtet werden.

g)       Aushänge zu den erforderlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen müssen gut sichtbar angebracht sein.

h)       Für jede Nutzung des Gebäudes oder einzelner Räumlichkeiten ist eine Teilnehmerliste, die Name, Vorname, Anschrift und Telefonnummer enthält, zur Ermöglichung der Nachverfolgung von Infektionen unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen zu führen. Die erfassten personenbezogenen Daten sind für die Dauer eines Monats ab Beginn der Veranstaltung geschützt vor Einsichtnahme durch Dritte für die zuständigen Behörden vorzuhalten und auf Anforderung an diese zu übermitteln sowie unverzüglich nach Ablauf der Frist zu vernichten. Bei offenkundig falschen Angaben (Pseudonymen, "Spaßnamen") ist auf die korrekte Angabe der personenbezogenen Daten hinzuwirken oder vom Hausrecht Gebrauch zu machen.

i)         Die Einhaltung der Schutzmaßnahmen durch eine verantwortliche Person muss gesichert sein.

Für einzelne spezielle Nutzungen enthalten die Verordnungen der Länder zusätzlich besondere Regelungen, die bei der jeweiligen Nutzung gesondert aufgeführt sind.

2.        Verantwortlichkeit

Angesichts der neuen Herausforderung stellt sich immer wieder die Frage nach der Verantwortlichkeit und Haftung. Als Krisenstab der EKHN wollen wir die Gemeinden und Einrichtungen so gut es geht unterstützen. Da Gemeinden eigenständige Körperschaften öffentlichen Rechts sind, haben sie ein hohes Selbstbestimmungsrecht. Das zieht in der Folge nach sich, dass viele Regelungen insbesondere des gemeindlichen Lebens nicht zentral vorgegeben werden können, sondern vor Ort entschieden werden können, aber auch müssen.

Gleichwohl ist es so, dass für ehrenamtlich Mitarbeitende in der Kirche ein Haftungsschutz besteht und sie in breitem Umfang versichert sind.

Umsichtiges und ordnungsgemäßes Handeln ist aus unserer Sicht geboten, aber auch ausreichend, um verantwortungsbewusst die anstehenden Entscheidungen zu treffen.

Zur Information ordnen wir die Fragen, die sich im Zusammenhang der Schutzkonzepte stellen, in den rechtlichen Rahmen ein:

Wer Räumlichkeiten zur Nutzung öffnet, ein Geschäft eröffnet oder eine Veranstaltung organisiert, den treffen sogenannte Verkehrssicherungspflichten.

Die rechtlich gebotene Verkehrssicherung umfasst diejenigen Maßnahmen, die ein umsichtiger und verständiger, in vernünftigen Grenzen vorsichtiger Mensch für notwendig und ausreichend hält, um andere vor Schäden zu bewahren.

Die Kirchengemeinden müssen die Maßgaben der jeweils aktuellen Corona-Verordnung des Landes Hessen bzw. des Landes Rheinland-Pfalz umsetzen und sich an Verfügungen des zuständigen Gesundheitsamtes oder der Ortspolizeibehörde halten. Deshalb muss der Kirchenvorstand ein Schutzkonzept mit den vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen beschließen, ehe in der Kirche wieder Gottesdienste stattfinden können oder kirchliche Gebäude und Räumlichkeiten wieder für Sitzungen und Veranstaltungen genutzt oder für den Publikumsverkehr geöffnet werden können. Der Kirchenvorstand bzw. Dekanatssynodalvorstand ist auch für die Einhaltung seines Konzepts in den jeweiligen Gottesdiensten, Zusammenkünften oder Veranstaltungen verantwortlich.  Es muss daher sichergestellt werden, dass immer eine Person benannt ist, die konkret für die Umsetzung des beschlossenen Konzepts in der konkreten Raumnutzung verantwortlich ist.

Die Verantwortlichkeit des Kirchenvorstands gilt auch dann, wenn kirchliche Räumlichkeiten Dritten vermietet oder anderweitig zur Nutzung überlassen werden. Auch hier ist das Schutzkonzept des Kirchenvorstands einzuhalten und eine verantwortliche Person durch den Kirchenvorstand oder die Nutzenden zu benennen, die für die konkrete Einhaltung verantwortlich ist.

Kirchenvorstände und konkret verantwortliche Personen, die sich an die Anwendungshinweise halten, werden ihrer Verantwortung gerecht.

3.        Gottesdienste (vgl. Grundsätze zum Schutz der Gesundheit in gottesdienstlichen Versammlungen und Rahmenbedingungen für ein Infektionsschutz-Konzept vor Ort in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau)

Gottesdienste zu feiern ist unter der Bedingung der Einhaltung von Schutzmaßnahmen möglich. Der Krisenstab der EKHN hat Grundsätze und Rahmenbedingungen für Schutzkonzepte veröffentlicht, die jeweils in den Gemeinden umgesetzt werden müssen.

Der Kirchenvorstand entscheidet über die Durchführung von Gottesdiensten und beschließt das dazugehörige Schutzkonzept.

Die Möglichkeit mediale Gottesdienste zu feiern soll erhalten und ggf. weiterentwickelt werden, besonders für diejenigen, die (noch) nicht zum Gottesdienst kommen wollen oder können. Vorschläge für Gottesdienstformate, die die Umsetzung der Schutzkonzepte mit berücksichtigt, bietet das Zentrum Verkündigung der EKHN auf seiner Webseite an. (www.zentrum-verkuendigung.de)

4.        Besprechungen und Sitzungen, Synodaltagungen

Dienstbesprechungen, Dekanatskonferenzen, Teambesprechungen, Kirchenvorstands-sitzungen, Sitzungen der Dekanatssynodalvorstände, u. ä. können wieder gemeinsam in Räumen der Gemeinde durchgeführt werden. Voraussetzung ist, dass für die jeweiligen Räume ein beschlossenes Schutzkonzept mit Hygienemaßnahmen vorliegt, das auch tatsächlich eingehalten wird. Es empfiehlt sich, die Sitzungsdauer möglichst kurz zu halten.

Es wird weiter empfohlen, Sitzungen über Video- oder Telefonkonferenzen stattfinden zu lassen.

KV- und DSV-Sitzungen, die über Videokonferenzen abgehalten werden, sind den regulären KV- und DSV-Sitzungen rechtlich gleichgestellt.

Die Kirchenleitung hat die notwendigen Änderungen und Ergänzungen der Kirchgemeindeordnung (§§ 39 und 41) und der Dekanatssynodalordnung (§§ 42 und 44) als gesetzesvertretende Verordnungen beschlossen. Die Rechtlichen Leitfäden zur DSO und zur KGO sowie die ergänzenden Muster sind entsprechend angepasst unter https://unsere.ekhn.de/gemeinde-dekanat/kirchenvorstandekhnde.html

Auch Umlaufbeschlüsse bleiben für Kirchenvorstände und Dekanatssynodalvorstände weiterhin möglich.

In Hessen sind Dekanatssynoden mit bis zu 100 Personen möglich, in Rheinland-Pfalz sind Dekanatssynoden seit dem 27. Mai 2020 wieder zulässig. Voraussetzung ist, dass für die genutzte Räumlichkeit ein Schutzkonzept mit Hygienemaßnahmen besteht und dessen Einhaltung sichergestellt werden kann (s. o. Ziffer 1). Aus Gründen der Kontrollierbarkeit des Hygienekonzepts durch zuständige Behörden sollte dieses schriftlich während der Veranstaltung verfügbar sein und eine verantwortliche Person ausweisen. Für Veranstaltungen mit einer größeren Personenzahl kann in Hessen die zuständige Behörde ausnahmsweise eine höhere Teilnehmerzahl bei Gewährleistung der kontinuierlichen Überwachung der Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen gestatten.

5.        Zugang zu Dienstgebäuden

Der Zugang Dritter zu Dienstgebäuden (Gemeinde- oder Dekanatsbüros, Haus der Kirche, u. a.) sollte weiterhin beschränkt bleiben. Besucher*innen, mit denen nicht auf anderen Wegen (schriftlich, per Telefon oder Videokonferenz) kommuniziert werden kann, müssen bei Betreten der Dienststellen ihre Kontaktdaten hinterlegen. Hierzu gehört auch der Zeitpunkt des Eintritts und des Verlassens des Gebäudes. Die Nutzung von Besprechungs- und Gemeinschaftsräumen müssen auf eine max. Personenzahl festgelegt werden, um einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu gewährleisten (s. o. Ziffer 1).

6.        Gemeindekreise

Bislang sieht das Land Rheinland-Pfalz noch keine Lockerungen für Zusammenkünfte vor. Darum können sich auch Gemeindekreise hier zurzeit  noch nicht wieder treffen. Veranstaltungen können nicht durchgeführt werden.

In Hessen sind seit dem 9. Mai 2020 auch Veranstaltungen unter Einhaltung eines Schutzkonzepts mit Hygienemaßnahmen (s. o) möglich.

In Gemeindehäusern muss insgesamt und für jeden Raum, in dem Veranstaltungen stattfinden, eine maximale Zahl der Anwesenden festgelegt werden. Vereinbarungen über Reinigung und die Benutzung der Räume, inklusive Sanitäranlagen und der Benennung einer für die Umsetzung des Schutzkonzepts verantwortlichen Person, sollten entsprechend der Hygienemaßnahmen festgehalten werden.

Für Bewegungsgruppen ist  gemeinsames Training in geschlossenen Räumen wieder möglich, wenn über die allgemeinen Schutzmaßnahmen (siehe Ziffer 1) hinaus sichergestellt ist, dass

a) das Training kontaktfrei ausgeübt wird,

b) ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen gewährleistet ist,

c) Hygiene und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten, durchgeführt werden,

d) Umkleidekabinen, Dusch- und Waschräume sowie die Gemeinschaftsräumlichkeiten, ausgenommen Toiletten, geschlossen bleiben,

e) der Zutritt unter Vermeidung von Warteschlangen erfolgt und

f) Risikogruppen im Sinne der Empfehlung des Robert Koch-Institutes keiner besonderen Gefährdung ausgesetzt werden.

Kirchliche Räume müssen diesen Anforderungen entsprechend vorbereitet werden. Sportliche Angebote für Risikogruppen, beispielsweise Senioren, Schwangere, Kranke oder Mutter-Kind-Angebote sind jedoch nicht möglich.

 

7.        Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden

Die Wiederaufnahme der Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden orientiert sich an der Öffnung der Schulen für die Jahrgänge der Klassen 7 und 8.

In Hessen ist die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden wieder möglich. Voraussetzung ist, dass ein vom Kirchenvorstand beschlossenes Schutzkonzept mit Hygienemaßnahmen für die genutzten Räumlichkeiten vorliegt und ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen sichergestellt werden kann. Die Gruppengröße darf in der Regel 15 Personen nicht überschreiten.  

In Rheinland-Pfalz ist Konfirmandenarbeit ebenfalls wieder möglich, es gilt jedoch der umfangreiche Hygieneplan des Landes-Rheinland-Pfalz für die Schulen (https://corona.rlp.de/fileadmin/bm/Bildung/Corona/Hygieneplan_Corona_fuer_die_Schulen_in_Rheinland-Pfalz.pdf ). Derzeit werden noch Gespräche mit dem Land geführt, wie diese umfangreichen Vorgaben für die Konfirmandenarbeit umgesetzt werden können. Wir empfehlen, die Verhandlungsergebnisse noch abzuwarten.

Wo eine Wiederaufnahme der üblichen Konfirmandenarbeit noch nicht möglich ist, kann über mediale Angebote mit den Konfirmand*innen Kontakt gehalten werden.

Auch mit denjenigen Konfirmandinnen und Konfirmanden, die in diesen Wochen konfirmiert worden wären und nun auf ihre Konfirmation „warten“, sollte Kontakt gehalten werden.

Wir empfehlen, mit den neuen Kursen erst nach den Sommerferien zu beginnen.

Das RPI hat Materialien und Empfehlungen für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden unten den derzeitigen Bedingungen zusammengestellt. (www.rpi-ekkw-ekhn.de/index.php?id=983)

8.        Kindertagesstätten, Schule, Kindergottesdienst

Für kirchliche Kindertagesstätten und Schulen gelten die staatlichen Regelungen.

Der Kindergottesdienst kann wieder stattfinden, wenn Kitas und Grundschulen geöffnet sind. Wir empfehlen, etappenweise mit den Gruppen und Klassenstufen zu beginnen entsprechend der Regelungen der Länder. Es sind die für Veranstaltungen vorgegebenen Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Die Gruppengröße ist auf 15 Kinder beschränkt. Auf Verpflegung sollte verzichtet werden.

9.        Veranstaltungen unter 100 Personen

In Hessen sind Veranstaltungen bis zu 100 Personen möglich, wenn für die genutzte Räumlichkeit ein Schutzkonzept mit Hygienemaßnahmen beschlossen wurde und dessen Einhaltung sichergestellt werden kann (s. o. Ziffer 1). Aus Gründen der Kontrollierbarkeit des Hygienekonzepts durch zuständige Behörden sollte dieses schriftlich während der Veranstaltung verfügbar sein und eine verantwortliche Person ausweisen.

Für Veranstaltungen mit einer größeren Personenzahl kann die zuständige Behörde ausnahmsweise eine höhere Teilnehmerzahl bei Gewährleistung der kontinuierlichen Überwachung der Einhaltung der Voraussetzungen gestatten.

In Rheinland-Pfalz sind Veranstaltungen bis zu 100 Personen nur im Freien möglich, wenn das Abstandsgebot beachtet, nur max. 1 Person pro 10 qm Veranstaltungsfläche eingelassen wird und die Kontaktdaten erhoben werden.

Veranstaltungen in geschlossenen Räumen bleiben untersagt.

10.   Feste, Gemeindefeste, Tanzveranstaltungen, Partys, Familienfeiern

In Hessen sind Veranstaltungen, bei denen die Abstands- und Hygieneregeln typischerweise nicht eingehalten werden, nicht möglich.

Gemeindefeste und Partys für Jugendliche oder vergleichbare gemeindliche Feste, bei denen die Teilnehmenden sich im Raum bewegen, sind daher noch nicht möglich.

Kirchliche Räumlichkeiten können daher für entsprechende Veranstaltungen, beispielweise Hochzeitsfeiern, nicht vermietet oder zur Nutzung überlassen werden.

In Rheinland-Pfalz sind Veranstaltungen in geschlossenen Räumen untersagt.

11.   Chöre und Konzerte, Musikunterricht

In Hessen sind Konzerte – ohne Chormusik oder unter Mitwirkung von Blasinstrumenten – unter 100 Teilnehmenden unter Einhaltung eines Schutzkonzepts mit Hygienemaßnahmen (s. o. Ziffer 1) wieder möglich.

In Rheinland-Pfalz sind Veranstaltungen noch nicht wieder erlaubt.

Musikunterricht ist in Hessen seit dem 8. Mai 2020 mit bis zu fünfzehn Teilnehmenden inkl. Leitung erlaubt, in Rheinland-Pfalz ist der Hygieneplan des Landes-Rheinland-Pfalz für die Schulen zu beachten (https://corona.rlp.de/fileadmin/bm/Bildung/Corona/Hygieneplan_Corona_fuer_die_Schulen_in_Rheinland-Pfalz.pdf ) (dort ist Gesangsunterricht noch nicht erlaubt).

Nach Vorlage eines Schutzkonzeptes und Beschluss des Kirchenvorstands kann Unterricht durchgeführt werden.

In Rheinland-Pfalz ist der Probenbetrieb von Chören und Posaunenchören noch nicht erlaubt. Eine Änderung zum 10. Juni 2020 ist zu erwarten.

In der Landesverordnung Hessen finden Chöre und Musikgruppen keine ausdrückliche Erwähnung.

Das Robert-Koch-Institut hat zum gemeinsamen Singen (und Musizieren mit Blasinstrumenten) noch keine Bewertung der wissenschaftlichen Studien vorgenommen. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat um eine Bewertung gebeten.

Der Krisenstab empfiehlt bis zum Vorliegen der Bewertung des Robert-Koch-Instituts den Probenbetrieb vor allem für Angehöre von Risikogruppen noch nicht wieder aufzunehmen.

In jedem Fall muss der Kirchenvorstand ein Schutzkonzept beschließen, das von den Veranstaltenden zu erarbeiten ist.

Wir empfehlen weiterhin, sich mit den örtlich zuständigen Gesundheitsämtern in Verbindung zu setzen und entsprechend der für die jeweiligen Kommunen geltenden Regelungen zu verfahren.

Das Zentrum Verkündigung hat detaillierte Informationen erarbeitet, in welcher Form Unterricht, musikalische Einzel- und Gruppenarbeit sowie Konzerte wieder aufgenommen werden können.

(Orientierung und Hinweise zur kirchenmusikalischen Arbeit unter Schutzbestimmungen: www.zentrum-verkuendigung.de)

12.   Sommerfreizeiten, Konfirmandentage, -wochen oder -freizeiten, Seniorenfahrten

In Hessen sind Bus- und Schiffsreisen unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln wieder möglich, nicht jedoch für Risikogruppen. Seniorenfahrten oder -freizeiten sind damit nicht möglich. In Rheinland-Pfalz sind Reisebusreisen, Schiffsreisen und Gruppenfreizeiten noch untersagt.

In Hessen sind auch ganze Konfirmandentage, -wochenenden oder -freizeiten unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln sowohl bei der An- und Abreise als auch bei der Veranstaltung selbst für Gruppen bis 15 Personen wieder möglich. Wenn von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht wird, sollte das nur im Einvernehmen mit den Eltern erfolgen.

Auch Ferienfreizeiten im Inland werden voraussichtlich nur mit entsprechenden Schutzmaßnahmen möglich sein.

Da Freizeitangebote auch Erholung und Abwechslung in dieser anstrengenden Zeit bedeuten, empfiehlt der Krisenstab, bereits gebuchte Reisen im Inland - soweit es geht - vorerst noch aufrechtzuerhalten und mögliche Optionen zu prüfen.

Um die finanziellen Risiken im Blick zu behalten, ist es sinnvoll, mit den Trägern der jeweiligen Unterkünfte und ggf. Reiseunternehmen Kontakt aufzunehmen und mögliche Stornofristen abzusprechen. So kann individuell entschieden werden, ob und wie lange das Freizeitangebot aufrechterhalten werden kann. Die EKHN beabsichtigt, sich an den tatsächlich anfallenden Stornokosten bis zur Hälfte zu beteiligen, wenn nicht anderweitig Erstattungen erfolgt sind. Ein entsprechender Regelungsvorschlag soll den Gremien in Kürze vorgelegt werden.

Reisen ins Ausland scheinen absehbar wieder möglich zu sein. Freizeiten im Ausland durchzuführen, erscheint uns angesichts der aufwändigen Schutz- und Hygienemaßnahmen, die sowohl auf der Reise als auch vor Ort eingehalten werden müssen, dennoch nicht ratsam.

Sollten zur Zeit der geplanten Durchführung deutsche oder ausländische Bestimmungen entsprechende Reisen verbieten, müssen diese Freizeiten abgesagt werden.

Der Fachbereich Kinder und Jugend im Zentrum Bildung bietet weitere Informationen zum Thema an: https://www.zentrumbildung-ekhn.de

13.   Kirchenläden und Beratungsstellen

Einrichtungen mit eigenen Ladenlokalen wie Kirchenläden oder Beratungsstellen dürfen wieder für den Publikumsverkehr öffnen, wenn sie ein entsprechendes Schutzkonzept mit Hygieneregeln einhalten. Dazu gilt: Im Publikumsbereich ist sicherstellt, dass

a) maximal eine Person je angefangener zugänglicher Grundfläche des Ladenlokals von 20 qm eingelassen wird,

b) ein Abstand von 1,5 Metern zwischen Personen eingehalten wird, sofern keine geeigneten Trennvorrichtungen vorhanden sind,

c) Spielbereiche für Kinder gesperrt werden und

d) Aushänge zu den erforderlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen gut sichtbar angebracht werden.

e) Das Betreten des Publikumsbereichs ist nur gestattet, wenn für die gesamte Dauer des Aufenthaltes eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen wird.

14.   Kirchliche Tagungs- und Freizeiteinrichtungen

In Hessen sind ab dem 15. Mai 2020 Übernachtungsangebote generell zulässig, wenn

a) zur gemeinschaftlichen Nutzung bestimmte Sauna-, Schwimm- und Wellnessbereiche geschlossen bleiben,

b) geeignete Hygienemaßnahmen nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts getroffen und überwacht werden sowie

c) Aushänge zu den erforderlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen erfolgen.

 

In Rheinland-Pfalz können ab 18. Mai 2020 Übernachtungseinrichtungen und Campingplätze wieder geöffnet werden.

 

Herausgegeben vom Krisenstab der EKHN

Kontakt:          corona@ekhn.de


Grundsätze zum Schutz der Gesundheit in gottesdienstlichen Versammlungen und Rahmenbedingungen für ein Infektionsschutz-Konzept vor Ort in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau - Stand: 2. Juni 2020

Der Krisenstab der EKHN hat Grundsätze zum Schutz der Gesundheit in gottesdienstlichen Versammlung und Rahmenbedingungen für ein Infektionsschutzgesetz vor Ort zusammengestellt.

 

Derzeit gelten in Hessen die „Verordnung zur Beschränkung von sozialen Kontakten und des Betriebes von Einrichtungen und von Angeboten aufgrund der Corona Pandemie (Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungs-verordnung)“ vom 7. Mai 2020 bis zum 5. Juli 2020 und in Rheinland-Pfalz die 8. Corona-Bekämpfungsverordnung vom 27. Mai bis zum 9. Juni 2020.

 

Die Änderungen zur vorherigen Version sind jeweils gelb unterlegt.

 

Es besteht die Möglichkeit, in den Kirchen oder an anderen Versammlungsorten wieder Gottesdienste zu feiern.

Wir empfehlen sich regional abzustimmen. Das Dekanat soll informiert werden. Es ist nach wie vor sinnvoll und gut, die gegenwärtig genutzten Wege, Gottesdienste in medialer Gemeinschaft zu feiern (z. B. durch Streaming-Angebote) fortzuführen bzw. weiterzuentwickeln, besonders auch für diejenigen, die (noch) nicht zum Gottesdienst kommen wollen oder können. In den Kirchen kann ein Einstieg mit kürzeren Gottesdienstformen helfen, schrittweise Erfahrungen mit der neuen Gottesdienstsituation zu sammeln.

Die Landesregierungen Hessen und Rheinland-Pfalz haben die Wiederaufnahme von Gottesdiensten ab dem 1. Mai 2020 gestattet. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat sich ihrerseits verpflichtet, die erforderlichen Auflagen verbindlich einzuhalten. Grundlage dazu sind die „Eckpunkte einer verantwortlichen Gestaltung von Gottesdiensten in den Gliedkirchen der Evangelische Kirche in Deutschland“ vom 24. April 2020.

 

Für das Schutzkonzept der EKHN gelten folgende Grundsätze und Rahmenbedingungen, die in Abständen an die Situation angepasst werden. Die Maßnahmen sollen alle, die den Gottesdienst feiern, schützen. Auch wenn vieles ungewohnt und vermutlich auch irritierend sein wird, vertrauen wir darauf, dass Gottes Wort wirkt und Menschen stärkt.

 

1. Öffentliche Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen werden in Kirchen oder unter freiem Himmel gefeiert, nur unter Voraussetzung ihrer Eignung in sonstigen Gottesdiensträumen.

2. Die Teilnahme an Gottesdiensten wird auf eine den Abstandsregelungen entsprechende Höchstzahl von Personen beschränkt. Diese ergibt sich aus einer Markierung der möglichen Sitzplätze, die nach allen Seiten einen Mindestabstand von 1,5 Metern, besser von 2 Metern sicherstellt. Personen, die in einem Hausstand leben, können nebeneinander sitzen.

3. Die Vermeidung von Warteschlangen, die Wahrung des Abstands beim Betreten und Verlassen der Kirche und beim Aufsuchen der Plätze sowie die Einhaltung der ermittelten Höchstzahl an Personen wird durch geeignete Maßnahmen sichergestellt.

4. Weitere Hygienemaßnahmen:

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird dringend empfohlen. Wir empfehlen dies für alle Gottesdienste auf dem Gebiet der EKHN, auch wenn die Länderregelungen in Rheinland-Pfalz und Hessen unterschiedlich sind. (In Rheinland-Pfalz ist dies, mit Ausnahme von Gottesdiensten im Freien, verpflichtend vorgeschrieben, in Hessen wird dies unter Hinweis auf die diesbezüglichen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts dringend empfohlen.) Liturgisch handelnde Personen – i.d.R. ohne Maske – sollen ausreichenden Abstand zu anderen Personen halten (Empfehlung: mindestens 4 Meter) oder Plexiglasschutz nutzen.

Vom gemeinsamen Singen der Gemeinde und von der Mitwirkung von Chören, Posaunenchören und größeren Instrumentalensembles ist abzusehen. Sologesang und das Spielen eines einzelnen Instrumentes ist in ausreichendem Abstand zu anderen Personen möglich. Es sollen folgende Abstände der Musiker*innen untereinander und zur Gemeinde eingehalten werden: Sologesang 6 Meter, Soloblasinstrumente 4 Meter, alle anderen Instrumente 2 Meter.

Das Musizieren eines kleinen Ensembles (bis zu fünf Personen) ist möglich.
Die räumlichen Gegebenheiten müssen ausreichend sein, um die Einhaltung der o. g. Abstände für alle Mitglieder des Ensembles zu ermöglichen.

- Emporen werden nicht genutzt, mit Ausnahme von Mitwirkenden im Rahmen der musikalischen Gottesdienstgestaltung. Für sie gelten dieselben Abstandsregelungen wie oben genannt.

- Zum Mitverfolgen von Ablauf oder Texten sind Blätter möglich. Die Projektion per Beamer wird – sofern möglich – empfohlen. Gesangbücher werden nicht genutzt.

- Auf Körperkontakt wird verzichtet (kein Friedensgruß per Handschlag, keine Handauflegung zum Segen, keine Begrüßung oder Verabschiedung mit Handkontakt oder Umarmen etc.).

- Die Kollekte wird nur am Ausgang kontaktlos gesammelt.

- Nach jedem Gottesdienst werden Türgriffe und Handläufe desinfiziert. Falls in zeitlicher Nähe ein weiterer Gottesdienst stattfindet oder die Kirche zum stillen Gebet geöffnet wird, müssen auch Bänke und Sitzflächen gereinigt werden.

- Um die Konzentration von Aerosolen in der Luft zu reduzieren, sind die Gottesdiensträume zu belüften und nach jedem Gottesdienst mind. 30 Minuten gründlich zu lüften.

- Im Eingangsbereich der Kirche werden Desinfektionsmittel bereitgestellt. Waschbecken werden – wo möglich – zugänglich gemacht.

- Eventuelle Infektionsketten müssen nachvollzogen werden können. Wir empfehlen, Name, Vorname, Anschrift und Telefonnummer der Gottesdienstbesucher*innen  in einer Liste zu erfassen. Diese wird in einem verschlossenen Umschlag unter Verschluss im Gemeindebüro einen Monat aufbewahrt und dann vernichtet. Auf Anforderung werden Listen nur dem Gesundheitsamt übergeben.

5. Abendmahlsfeiern bergen besondere Infektionsrisiken. Von ihnen wird vorerst abgeraten. Nach evangelischem Verständnis ist ein Gottesdienst ohne Abendmahl keine Minderform des Gottesdienstes, weil Christus auch im Wort ganz gegenwärtig ist. Sollte das Abendmahl – bei besonderem Anlass – dennoch gefeiert werden, sind besondere Hygienemaßnahmen zu beachten (s. u.).

6. Der Kirchenvorstand erstellt und beschließt das konkrete Schutzkonzept für die jeweilige Kirche und entscheidet auf dieser Grundlage, wann wieder zum Gottesdienst in die Kirche eingeladen wird. Die vor Ort getroffenen organisatorischen und baulichen Maßnahmen werden dokumentiert. Mit der Aufstellung eines Schutzkonzeptes und der Festlegung, wer jeweils für die Einhaltung der Schutzmaßnahmen zuständig ist, wird der Kirchenvorstand seiner Verantwortung gerecht.

7. Darüber hinaus gelten je nach Bundesland spezifische Regelungen.

- Aushänge zu den erforderlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen müssen in Hessen gut sichtbar angebracht werden.

8. Von der Möglichkeit, Sonn- und Feiertagsgottesdienste im Freien (z. B. Himmelfahrt; Pfingsten) zu feiern, kann unter Beachtung der gleichen Rahmenbedingungen wie für Gottesdienste in geschlossenen Räumen und unter Beachtung der regionalen Versammlungsbeschränkungen Gebrauch gemacht werden. In Rheinland-Pfalz gelten für Gottesdienste im öffentlichen Raum die Regelungen für Versammlungen, wonach bis zu 100 Personen zulässig sind und ein gesondertes Hygienekonzept des Landes Rheinland-Pfalz anzuwenden ist.

9. Die Durchführung von Kindergottesdiensten orientiert sich an der Öffnung von Kindertagesstätten und Grundschulen. Im Falle der Wiederaufnahme sind hier entsprechende Regelungen zu Abstand und Hygiene festzulegen.

10. Für Taufen und Trauungen gelten die gleichen Rahmenbedingungen wie für Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen. Es wird grundsätzlich empfohlen, Taufen in eigenen Gottesdiensten zu feiern.

11. Auch für Konfirmationen und andere besondere Gottesdienste gelten – sofern die örtlichen Verhältnisse dies überhaupt ermöglichen (z. B. große Kirche, wenige Konfirmand*innen, kleine Gottesdienstgemeinde) – die gleichen Rahmenbedingungen wie für Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen. Die Form der Feiern muss an diese Rahmenbedingungen angepasst werden, sofern sich nicht eine (weitere) Verschiebung nahelegt. Auch hier kann das Streamen von Gottesdiensten eine mediale Teilnahme weiterer Personen ermöglichen. Ordinationen werden vorerst verschoben.

12. Für Trauergottesdienste gelten in Hessen die gleichen hygienischen Sicherheitsbestimmungen wie für die Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen.

Seit 15. Mai dürfen in Rheinland-Pfalz bei Trauerfeiern in geschlossenen Räumen als Trauergäste die Ehegattin oder der Ehegatte, die Lebenspartnerin oder der Lebenspartner, die Verlobte oder der Verlobte der Verstorbenen oder des Verstorbenen und Personen, die mit der Verstorbenen oder dem Verstorbenen im ersten Grad verwandt sind sowie Personen eines weiteren Hausstands teilnehmen. Über diesen Personenkreis hinaus dürfen auch weitere Personen der Bestattungszeremonie beiwohnen, wenn sichergestellt ist, dass nicht mehr als eine Person pro 10 qm Raumfläche anwesend ist.

Beerdigungen in (kommunalen) Trauerhallen richten sich nach dem Schutzkonzept mit Hygienemaßnahmen der Kommune. Für Räumlichkeiten von Bestattungsinstituten sind hierfür die jeweiligen Bestatter zuständig. Bereits im Trauergespräch sollten die Rahmenbedingungen des entsprechenden Schutzkonzepts mit den Angehörigen besprochen werden. Nach Möglichkeit sollten die Angehörigen eine Liste der Trauergäste erstellen und eine Person zur Einlasskontrolle benennen, damit die Vorgaben des Schutzkonzepts eingehalten werden können. Pfarrerinnen und Pfarrer, die den Trauergottesdienst gestalten, sind nicht für die Einhaltung des Schutzkonzepts verantwortlich, sie sind aber durchaus befugt, auf die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln zu bestehen, auch wenn dies bedeutet, dass Trauergäste die Trauerhalle wieder verlassen müssen.

Beerdigungen am Grab richten sich nach den Regelungen, die durch die zuständigen Behörden vorgegeben sind.

 

Das Zentrum Verkündigung stellt zur Unterstützung der Gottesdienstgestaltung unter diesen Rahmenbedingungen eine Orientierung mit Hinweisen zur Feier des Gottesdienstes sowie Vorschläge für kürzere Gottesdienstformen und die Feier des Abendmahls bereit (www.zentrum-verkuendigung.de).

Muster für ein Schutzkonzept der Kirchengemeinden und weitere Materialien sind unter https://unsere.ekhn.de/themen/infos-corona-pandemie.html zu finden.

 

Herausgegeben vom Krisenstab der EKHN

Kontakt:

corona@ekhn.de


Dienstvereinbarung zum Umgang in der Corona-Krise - Stand 18. Mai 2020

Dienstvereinbarung zum Umgang in der Corona-Krise

Zwischen der Kirchenverwaltung, vertreten durch den Leiter der Kirchenverwaltung, Herrn Ldt. Oberkirchenrat Heinz Thomas Striegler
und
der Mitarbeitervertretung (MAV) der Kirchenverwaltung, vertreten durch deren Vorsitzenden, Herrn Sven Hardegen,

wird folgende Dienstvereinbarung gemäß §35 MAVG geschlossen:

Präambel

Aufgrund der Ausbreitung des Virus COVID-19 ist es erforderlich, die Gesundheit der Mitarbeitenden zu schützen und gleichzeitig weiterhin die Aufgaben der Kirchenverwaltung sowie der angeschlossenen Verwaltungseinheiten bestmöglich zu erfüllen. Besonders in den Blick zu nehmen sind dabei die Angehörigen besonderer Risikogruppen und die aufgrund der eingeschränkten Betreuungsmöglichkeiten belasteten erwerbstätigen Sorgeberechtigten.

§1

Geltungsbereich

(1)      Die Regelungen dieser Dienstvereinbarung gelten unmittelbar für die Beschäftigten der Kirchenverwaltung, des Kirchensynodalbüros, der Propsteibüros, der Kirchlichen Schulämter, des Büros des Beauftragten der Evangelischen Kirchen am Sitz der Landesregierung im Land Hessen, der Geschäftsstelle der Arbeitsrechtlichen Kommission und des Kirchlichen Verfassungs- und Verwaltungsgerichts, des Büros der GMAV und der Büros der gesamtkirchlichen Pfarrstellen für Seelsorge in der Bundeswehr, Polizeiseelsorge und Gefängnisseelsorge.

(2)      Mit der Ev. Akademie Frankfurt, der Ev. Jugend e. V., der Ehrenamtsakademie, der Zentralen Pfarreivermögensverwaltung, der EKHN-Stiftung und dem Verein Ev. Frauen e. V. wird eine entsprechende, ggf. auf Besonderheiten angepasste Regelung angestrebt.

§2

Geltungsdauer

(1)      Diese Dienstvereinbarung tritt am 1. Juni 2020 in Kraft und endet spätestens am 31. August 2020, ohne dass es einer Kündigung bedarf.

(2)      Die Parteien vereinbaren bereits jetzt, dass die Geltungsdauer verkürzt bzw. verlängert werden kann, wenn die Risikobewertung des RKI und die sich darauf stützenden bundes- und landesrechtlichen Regelungen eine neue Bewertung der Situation erfordern.

(3)      Im Rahmen der vertrauensvollen Zusammenarbeit wird vereinbart, dass bei Bedarf unmittelbar Gespräche zur Beseitigung von Unsicherheiten oder eventuellem Anpassungsbedarf geführt werden.

(4)      Diese Dienstvereinbarung kann durch einseitige Erklärung mit einer Frist von 4 Wochen zum Monatsende gekündigt werden.

Abschnitt 1 Arbeitsschutz (gemäß Arbeitsschutzstandard Corona) 

§3

Verhaltensanforderungen und Maßnahmen

(1)     Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren sind von der Organisation wie auch vom einzelnen Mitarbeitenden folgende Verhaltensanforderungen zu beachten:

1.    Niemals krank zur Arbeit

Personen mit Krankheitssymptomen (auch leichtes Fieber, Erkältungsanzeichen, Atemnot) sollen zu Hause bleiben beziehungsweise den Arbeitsplatz sofort verlassen, bis der Verdacht ärztlich abgeklärt ist.

2.      Kontakte reduzieren

Arbeitsabläufe sind so zu organisieren, dass Kontakte auf ein Minimum reduziert werden. Dies gilt nicht nur für kritische Bereiche wie zum Beispiel die ZGASt, IT, Gesamtkirchenkasse oder Mitarbeitende, die sich gegenseitig vertreten. Vorgesetzte haben Anwesenheit und Pausen entsprechend zu entzerren. Der Arbeitsplatz ist so zu gestalten, dass ausreichend Abstand (mindestens 1,5 m) zu anderen Personen eingehalten werden kann. Büroarbeit ist nach Möglichkeit in Absprache mit den jeweiligen Dienstvorgesetzten im Home-Office auszuführen - insbesondere, wenn Büroräume von mehreren Personen mit zu geringen Schutzabständen genutzt werden. Mehrfachbelegung von Arbeitsräumen sind nur zulässig, wenn ausreichende Schutzabstände eingehalten werden können.

3.      Lüftung

 Arbeitsräume sind regelmäßig und ausreichend zu lüften.

 4.      Sanitärräume, Kantine, Teeküchen und Pausenräume sowie Verkehrswege, einschließlich Aufzüge

Reinigungsintervalle werden verkürzt. Die Mitarbeitenden sind aufgefordert, die Hinweise zur Hygiene und zum Abstand einzuhalten (Aushang). Teeküchen, Pausenräume, Toilettenanlagen und Aufzüge sind nur einzeln zu betreten. Bei verstärkter Präsenz sind die zur Verfügung stehenden Toilettenanlagen auszuweiten.

 5.      Dienstreisen

Dienstreisen sind grundsätzlich nicht gestattet. Sie bedürfen soweit notwendig der Einzelgenehmigung durch die jeweiligen Vorgesetzten.

6.      Besprechungen

Besprechungen sind möglich, wenn die jeweiligen aktuellen Abstands- und Hygieneregelungen eingehalten und die Zahl, die für einen Raum zugelassen sind, berücksichtigt werden. Eine nähere Ausgestaltung unter welchen Rahmenbedingungen Besprechungen erfolgen können, nimmt der bzw. die jeweilige Vorgesetzte vor. Nach Möglichkeit sind auch weiterhin Alternativen, wie Telefon- und Videokonferenzen beziehungsweise schriftliche Abklärungen zu nutzen und zu bevorzugen.

 7.      Zutritt Dritter zur Betriebsstätte

Dritten kann der Zugang nach Einzelabsprache über die Pforte zu den Öffnungszeiten und ausnahmsweise gestattet werden. Der Zugang ist unter Verweis auf die geltenden Hygieneregelungen zu dokumentieren. Die Kontaktdaten (Name, Anschrift, Mobilnummer) sind festzuhalten.

 8.      Mund-Nasen-Schutz

Bei unvermeidbarem Kontakt zu anderen Personen, bei dem der Schutzabstand nicht eingehalten werden kann, sollte eine Schutzmaske zur Verfügung gestellt und getragen werden. Grundsätzlich sollen Kontakte ohne ausreichenden Schutzabstand vermieden werden.

9.      Handlungsanweisung im Verdachtsfall

Zeigt ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin Krankheitssymptome ist er/sie unmittelbar zum Verlassen des Betriebsgeländes aufzufordern. Er/sie hat den Verdacht ärztlich ab zu klären und dies entsprechend nachzuweisen. Bestätigt sich ein Verdacht, wird das Gesundheitsamt informiert.

10.    Psychische Belastung wahrnehmen und minimieren

Die Corona Krise verdichtet und erschwert Arbeitsvorgänge. Außerdem erzeugt sie viele Ängste. Die Belastung ist durch Vorgesetzte zu thematisieren (siehe Gefährdungsbeurteilung).

11.    Arbeitsmedizinische Vorsorge und Schutz besonders gefährdeter Personen

Der betriebsärztliche Dienst ist in Fragen der Abklärung besondere Risiken durch die Arbeitsplatzgestaltung oder -organisation sowie individuelle Merkmale anzusprechen.

(2)     Die vorstehenden Hygiene- und Abstandsregeln (Verhaltensanforderungen) sind zwingend einzuhalten. Die Mitarbeitenden sind hierüber durch Rundschreiben (bereits erfolgt) und Aushänge zu unterrichten.

Abschnitt 2 Organisatorische Regelungen

§4

Nutzung Kantine

Um den Mitarbeitenden der Kirchenverwaltung, die im Dienstgebäude Paulusplatz tätig sind, das Angebot einer Verpflegung machen zu können, wird in der Kantine das folgende Angebot unter bestimmten Vorgaben entsprechend den Vorgaben der Hessischen Landesregierung aus der Corona-Kontakt- und BetriebsbeschränkungsVO vom 7. Mai 2020 (s. § 4 Abs. 1) vorgehalten:

Beim Einkauf in der Kantine ist der notwendige Sicherheitsabstand (mindestens 1,5 Meter) einzuhalten. Hierfür wird die Einrichtung einer „Einbahnstraße“, z.B. Eintritt in die Kantine über den Garteneingang und Ausgang über den Eingang zum Foyer vorgesehen. Es erfolgt weiterhin der Verkauf von Frühstück und Mittagessen „to-go“ (Bezug über Menü-Manufaktur Hoffmann). Eine Rückgabestation für Teller oder Portionsschalen wird im Foyer oder im Kleinen Gemeinderaum eingerichtet werden.

In der Kantine ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Die Öffnungszeiten sind wie folgt: 8:30h - 11h, 11:30h - 14h.

§5

Nutzung Sitzungsräume

Die Sitzungsräume können unter folgenden Bedingungen genutzt werden:

- Großer Gemeinderaum: max. 7 Personen mit ausreichend Sicherheitsabstand

- Kleiner Saal: max. 5 Personen mit ausreichen Sicherheitsabstand

- Großer Saal: max. 8 Personen mit ausreichend Sicherheitsabstand

- Infothek: max. 4 Personen mit ausreichend Sicherheitsabstand

- Medienraum: max. 5 Personen mit ausreichend Sicherheitsabstand

- In der Regel sind Sitzungen und Besprechungen bevorzugt über Telefon- oder Videokonferenzen abzuhalten.

§6

Mehrfach belegte Arbeitsräume

Um den Abstandsregeln (mindestens 1,5 Meter) zu entsprechen, ist die Arbeitssituation zu prüfen und die erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Neben der Weiterarbeit im Homeoffice kommen "schichtweises" Arbeiten oder (technische) Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel Plexiglas-Abtrennung, Umstellen der Büromöbel oder Raumwechsel in Frage. Auf die berechtigten Interessen der Mitarbeitenden ist Rücksicht zu nehmen.

Abschnitt 3 Risikogruppen

§7

Risikogruppen

Grundsätzlich bedeutet die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe (Anlage: Einschätzung BAD) nicht, dass keine Arbeitsleistung zu erbringen ist, sondern hier ist eine Einschätzung des Erkrankungsrisikos erforderlich und dieses ist ggf. zu minimieren. Grundsätzlich gilt: die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus ist allgegenwärtig, sie gehört also zum allgemeinen Lebensrisiko. Für die Mitarbeitenden, die einer Risikogruppe angehören, besteht die Möglichkeit einer Gefährdungsbeurteilung durch den Arbeitgeber, der dabei durch den BAD unterstützt wird. Wo es möglich ist, kann im Homeoffice oder mit veränderter Arbeitszeit (sozusagen im "Schichtdienst" zum Beispiel) gearbeitet werden, ansonsten ist das Risiko durch weitere Vorgaben (Arbeiten auf Abstand) weiter zu minimieren.

Abschnitt 4 Arbeitszeit

§ 8

Elektronische Zeiterfassung

(1)     Die elektronische Zeiterfassung wird zunächst bis zum 31. August 2020 weiter ausgesetzt. Dies dient der Umsetzung der vorstehenden Maßnahmen. Die Aussetzung der Zeiterfassung hilft die jetzt nötigen Abstandsregeln durch mobiles Arbeiten und flexible Arbeitszeiten sowie gegebenenfalls kollidierenden Familienpflichten besser entsprechen zu können. Die Aufgabenerfüllung in der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit ist weiterhin sicherzustellen.

(2)     Die jeweiligen Vorgesetzten werden innerhalb der Arbeitsbereiche mit den Mitarbeitenden abklären, wie sich die derzeitige Arbeitssituation darstellt. Dabei werden neben Fragen zur Arbeitsorganisation und -zeit auch der Abbau von Mehrarbeit, Gewährung von Urlaub, Arbeitshindernissen oder die Notwendigkeit betriebsärztlicher Abklärung Gegenstand sein. Die elektronische Erfassung der Arbeitszeit bleibt ausgesetzt, die jeweilige persönliche Arbeitszeit ist aber selbstverständlich weiter zu erbringen. Die Aussetzung hat zum Ziel jetzt notwendige flexible Arbeitszeitmodelle sowie Home-Office und verminderte Präsenzzeiten erleichtert ab zu bilden. Die Vorgesetzten werden jeweils angemessene Vereinbarungen über notwendigen Präsenzzeiten sowie die Erbringung der Arbeitszeit mit den einzelnen Mitarbeitenden treffen. Diese Vereinbarung beinhaltet die eventuelle Feststellung von Zeitschulden und Regelungen zum Abbau. Probleme sind dem Vorgesetzten mitzuteilen bzw. von diesem anzusprechen und Lösungen zu vereinbaren. In strittigen Fällen kann der/die Mitarbeitende die MAV zu Fragen der Angemessenheit einer Vereinbarung hinzuziehen.

(3)     Der Stichtag 31. August aus der bestehenden Gleitzeitordnung findet in 2020 keine Anwendung.

(4)     Soweit Mehrarbeit geleistet wird, ist diese wöchentlich dem/ der Vorgesetzten vorzulegen und von diesem/dieser gegenzuzeichnen.

§9

Mitarbeitende ohne Homeoffice bzw. Einsatzmöglichkeit

(1)     Mitarbeitende, denen kein Homeoffice zur Verfügung gestellt werden kann oder die aufgrund einer aufgrund der Corona-Krise fehlenden Beschäftigungsmöglichkeit nicht mit den bisherigen Aufgaben beschäftigt werden können, können bei entsprechenden Kenntnissen umgesetzt werden. Ein Einsatz setzt die Einhaltung der Arbeitsschutzstandards voraus.

(2)     Stehen die Maßnahmen nach §8 Absatz 2 nicht zur Verfügung, können Mitarbeitende unter Fortzahlung der Vergütung freigestellt werden.

(3)     Weigern sich Mitarbeitende zumutbare Maßnahmen nachzukommen, kann die Vergütungszahlung eingestellt werden.

§10

Mitarbeitende mit konkurrierenden Betreuungspflichten

Um die durch geschlossene oder nur teilweise geöffnete Betreuungseinrichtungen schwierige Situation erwerbstätiger Sorgepflichtiger nach Möglichkeit zu erleichtern, bestehen unabhängig von der ggf. bestehenden Möglichkeit des Homeoffice unter Berücksichtigung der beiderseitigen Interessen folgende Möglichkeiten:

•  Abbau von geleisteter Mehrarbeit/ Überstunden

•  Arbeitsbefreiung nach §53 KDO für 3 Tage

•  Arbeitsbefreiung über §53 KDO hinausgehend für bis zu 2 Wochen (bei 5-Tagewoche)

• Flexible Gewährung von Urlaub (auch von einzelnen Tagen, Resturlaub und jeweils 1/12 pro Monat des bislang abgelaufenen Urlaubsjahres

•  Sonderurlaub von 20 Arbeitstagen unter Fortzahlung der vollen Vergütung unter Inanspruchnahme des Erstattungsanspruchs nach IfSG

•  Aufbau von Minusstunden in Absprache mit dem bzw. der Vorgesetzten, dabei ist gleichzeitig der Ausgleich zu vereinbaren.

§11

Schlussbestimmung

Die Parteien halten fest, dass im Übrigen die Rechte der MAV aus dem MAVG bestehen bleiben.

Heinz Thomas Striegler                                   Sven Hardegen
Ltd. Oberkirchenrat                                         Vorsitzender Mitarbeitervertretung


Hinweise zur kirchenmusikalischen Arbeit unter Schutzbestimmungen - Stand: 19. Mai 2020

Stand: 19.05.2020, Christa Kirschbaum, Landeskirchenmusikdirektorin

Kirchenmusik ist eine Wesensäußerung kirchlicher Arbeit. Deshalb treffen nötige Einschränkungen die kirchenmusikalische Arbeit besonders hart. Oberster Grundsatz ist jedoch, alle Risiken der Verbreitung und Ansteckung zu vermeiden.
Nachfolgend finden Sie Informationen und Hinweise. Diese werden laufend aktualisiert.

1.     Besondere Risikofaktoren in der Kirchenmusik
2.     Musik im Gottesdienst
3.     Gemeindeeigene Instrumente
3.1.         Orgel und Tasteninstrumente
3.2.         Instrumente in Musikgruppen
4.     Musikunterricht
4.1.         Einzelunterricht Orgel
4.2.         Einzelunterricht Stimmbildung
4.3.         Einzelunterricht Blasinstrument
4.4.         Kleingruppenunterricht
5.     Musikalische Gruppenarbeit
6.     Konzerte und musikalische Veranstaltungen
7.     Unterstützung, Informationen und Materialien des Zentrum Verkündigung

1. Besondere Risikofaktoren in der Kirchenmusik

Beim Singen und beim Spielen von Blasinstrumenten entstehen einige besondere Risikofaktoren für eine Ansteckung:  

  • Es wird eine tiefere Atmung praktiziert als im Alltag. Beim Einatmen wird die Atemluft schneller in die Lungen transportiert, die erste Immunabwehrbarriere im oberen Rachenraum wird rascher überwunden. Beim Ausatmen kommt es zu einem starken gebündelten Luftstrahl.
  • Sitzt oder steht eine Gruppe Musizierender beieinander, kann sich die Tröpfchen- und Aerosolkonzentration intensivieren.
  • Bei Blechblasinstrumenten wird in den Spielpausen häufig entwässert, dadurch kann sich durch das Kondenswasser eine Virenkonzentration bilden.

2. Musik im Gottesdienst

Die EKHN hat ihr Schutzkonzept für den Gottesdienst veröffentlicht, das durch die Hinweise des Zentrum Verkündigung ausgeführt und konkretisiert wird. Dort sind Abstände der musikalisch Mitwirkenden definiert.
Dabei geht es primär um solistische musikalische Mitwirkung. Ein solistisch besetztes Ensemble ist gestattet, für das die Abstandsregelungen ebenfalls untereinander und zur übrigen Gemeinde hin gelten. Das kann also z. B. ein Duett zwischen Chorraum und Empore oder ein Quartett sein, das sich in den vier Ecken der Kirche verteilt. Musikalisch sind schlichte Liedsätze oder improvisatorische Formen geeignet, die auch bei raumbedingter akustischer Verzögerung zu befriedigenden musikalischen Ergebnissen führen.

3. Gemeindeeigene Instrumente

Solange ein Instrument nur von einer Person gespielt wird, besteht dadurch keine Gefahr für diese Person.

3.1. Orgel und Tasteninstrumente
Vor und nach dem Spielen sind die Hände gründlich zu waschen und zu desinfizieren. Das Berühren der Tastatur bietet kein Gefährdungspotential, wenn zwischen mehreren Spielenden mindestens 30 Minuten Abstand liegen. Nach dem Spiel soll gelüftet werden. Für die Orgel und ggf. für Tasteninstrumente in Kirche und Gemeindehaus ist ein Übeplan mit Angabe von Datum und Uhrzeit einzurichten.

3.2. Instrumente in Musikgruppen
Instrumente werden nur von einer Person gespielt, sie dürfen nicht an andere Spielende weitergegeben werden.

4. Musikunterricht

In Hessen ist seit 08.05.2020 Musikunterricht mit bis zu fünfzehn Teilnehmenden inkl. Leitung erlaubt, seit dem 03.05.2020 in Rheinland-Pfalz mit bis zu drei Teilnehmenden inkl. Leitung (dort ist Gesangsunterricht noch nicht erlaubt). Nach Vorlage eines Schutzkonzeptes und Beschluss des Kirchenvorstands kann Unterricht durchgeführt werden. Es gilt ein Abstandsgebot von mind. 2,5 m. Die Vorgaben des jeweils für die genutzten Räumlichkeiten beschlossenen Schutzkonzepts sowie die grundlegenden Hygieneregeln sind einzuhalten:

  • Betreten des Raums mit Mund-Nasen-Bedeckung
  • Händewaschen und desinfizieren
  • Abstand halten
  • Bei Gruppen darauf zu achten, dass alle Teilnehmenden für ihre Noten, Instrument, Instrumentenkoffer, Notenständet, Stuhl, Bleistift selbst zuständig sind und diese nicht untereinander weiter reichen.
  • Ein Belüftungskonzept ist nötig, dass genug Frischluftaustausch garantiert.

Dazu gehören die Dokumentation der Teilnehmenden, die zeitliche Begrenzung der gemeinsamen Arbeit und bei aufeinanderfolgenden einzelnen Schüler*innen oder Gruppen ein ausreichendes Zeitfenster für Stoßlüftung und ggf. Desinfektion.
Verantwortlich für die Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen ist die jeweilige Lehrkraft bzw. Leitung.
Das Betreten und Verlassen des Unterrichtsgebäudes ist zu dokumentieren und gemeinsam mit der Liste der Teilnehmenden im Gemeindebüro abzugeben und dort einen Monat lang aufzubewahren, um gegenüber dem Gesundheitsamt auf Anforderung Infektionsketten nachvollziehen zu können.

4.1. Einzelunterricht Orgel
Beim Unterricht ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.Vor und nach dem Spielen sind die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Eine Desinfektion der Tastatur ist nicht nötig, könnte sogar schädlich für die dort eingesetzten Materialien sein, z. B. bei historischen Instrumenten.Der Abstand von mindestens 1,5 m zwischen Schüler*in und Lehrer*in ist hier ausreichend.

Lehrer*in und Schüler*in dürfen nicht auf der gleichen Tastatur spielen. Zum Vorspielen nutzt die Lehrperson ggfs. ein weiteres Keyboard/E-Piano, das in der Nähe des Orgelspieltisches aufgestellt wird, oder von einem anderen Platz in der Kirche mit Video-Übertragung zur Schüler*in.
Noten, Bleistift und Unterrichtsheft dürfen nicht von beiden Personen berührt werden.
Nach einer Unterrichtseinheit ist eine Pause von 30 Minuten vorzusehen, bevor die nächste Person an den Spieltisch kommt. In dieser Zeit ist für eine Lüftung zu sorgen.

4.2. Einzelstimmbildung

Beim Eintreten und Verlassen des Unterrichtsraumes ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
Noten, Notenständer, Bleistift und Unterrichtsheft dürfen nicht von beiden Personen berührt werden.
Nach einer Unterrichtseinheit ist eine Pause von 30 Minuten vorzusehen, bevor die nächste Person kommt. In dieser Zeit ist für eine Stoßlüftung zu sorgen.
Während die Gesamtchorproben noch nicht stattfinden können, ist Einzelstimmbildung eine gute Möglichkeit für die Chorleitung, die Sängerinnen und Sänger stimmlich besser kennenzulernen und gezielte Tipps zu geben.

4.3. Einzelunterricht Blasinstrument
Beim Eintreten und Verlassen des Unterrichtsraumes ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
Noten, Notenständer, Bleistift, Stühle und Unterrichtsheft dürfen nicht von beiden Personen berührt werden.
Die Lehrperson zeigt auf ihrem eigenen Instrument und spielt darauf vor. Die Berührung des Instruments des Schülers oder der Schüler*in durch die Lehrperson und umgekehrt ist nicht erlaubt.
Pro Blechblasinstrument ist ein mit einem Papierküchentuch oder Plastik ausgekleideter Behälter (Spucknapf) bereitzustellen, in dem das Kondenswasser gesammelt wird. Das Papiertuch bzw. Plastikauskleidung ist nach dem Unterricht fachgerecht zu entsorgen, dabei sind Schutzhandschuhe zu tragen.

4.4. Kleingruppenunterricht
In der Kirchenmusik der EKHN gehören dazu: Jungbläserausbildung, Stimmbildung, musikalisch vertiefendes Training.
In Hessen ist Kleingruppenunterricht möglich. Lediglich Gesangsunterricht ist in Rheinland-Pfalz bisher nicht erlaubt.
Der Unterricht darf nur in Räumen stattfinden, in denen der erforderliche Abstand zwischen allen Beteiligten eingehalten werden kann.
Im Unterricht ist – außer bei Gesang und bei Blasinstrumenten – Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
Noten, Notenständer, Bleistift, Instrument, Stühle und Unterrichtsheft dürfen nicht von mehreren Personen berührt werden.
Für die Jungbläserausbildung ist pro Blechblasinstrument ein mit einem Papierküchentuch oder mit Plastik ausgekleideter Behälter (Spucknapf) bereitzustellen, in dem das Kondenswasser gesammelt wird. Das Papiertuch bzw. die Plastikauskleidung ist nach dem Unterricht zu entsorgen, dabei sind Schutzhandschuhe zu tragen.
Nach einer Unterrichtseinheit ist eine Pause von 30 Minuten vorzusehen, bevor die nächste Person/Gruppe in den Raum kommt. In dieser Zeit ist für eine Stoßlüftung zu sorgen.

5. Musikalische Gruppenarbeit

In Rheinland-Pfalz ist der Probenbetrieb von Chören und Musikvereinen, dazu gehören auch Posaunenchöre, untersagt.

In der Landesverordnung Hessen finden Chöre und Musikgruppen keine ausdrückliche Erwähnung.
Das Robert-Koch-Institut hat zum gemeinsamen Singen (und Musizieren mit Blasinstrumenten) noch keine Bewertung der wissenschaftlichen Studien vorgenommen.
Zu beachten ist außerdem, dass in kirchlichen Chören, Posaunenchören und Instrumentalgruppen vielfach Menschen mitwirken, die zu den besonders gefährdeten Risikogruppen (Alter, Vorerkrankungen) gehören. Es wird daher empfohlen, den Probenbetrieb – in jedem Fall für Angehörige von Risikogruppen – noch nicht wieder aufzunehmen.

Es wird weiterhin empfohlen, sich mit den örtlich zuständigen Gesundheitsämtern in Verbindung zu setzen und entsprechend der für die jeweiligen Kommunen geltenden Regelungen zu verfahren.
Sollten Länder und/oder Kommunen Proben wieder erlauben, muss der Kirchenvorstand in jedem Fall ein Schutzkonzept beschließen, dass von den Veranstaltenden zu erarbeiten ist.

Dazu gehören die Dokumentation der Teilnehmenden, die Hygiene, die Wahrung des Abstandes zwischen den Teilnehmenden, die zeitliche Begrenzung der gemeinsamen Arbeit, die Durchführung von Lüftungspausen während der Probe und bei aufeinanderfolgenden Gruppen sowie ein ausreichendes Zeitfenster von mindestens 30 Minuten für Stoßlüftung und ggf. Desinfektion.

Das Betreten und Verlassen des Probengebäudes ist zu dokumentieren und gemeinsam mit der Liste der Teilnehmenden dem Kirchenvorstand zu übergeben, wo die Unterlagen einen Monat lang aufzubewahren sind, um Infektionsketten nachvollziehen zu können.

Da die Probenräume für den erforderlichen Abstand oft zu klein sind, kann es sinnvoll sein, in kleinen Gruppen des Chores zu proben. Das kann die Stimmsicherheit und Eigenverantwortlichkeit der einzelnen Chormitglieder stärken.
Möglicherweise ist der Kirchenraum, vor allem in der warmen Jahreszeit, ein alternativer Probenort.

6. Konzerte und musikalische Veranstaltungen

In Rheinland-Pfalz sind Veranstaltungen noch nicht wieder erlaubt.

In Hessen sind Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen (inkl. Ausführende) erlaubt, wenn für das Publikum je eine Grundfläche von 5 qm, wenn Sitzplätze eingenommen werden, andernfalls 10 qm zur Verfügung stehen und eine Teilnehmendenliste mit Name, Anschrift und Telefonnummer geführt wird .

Hauptberufliche Kirchenmusiker*innen können Orgelkonzerte geben, auch als regelmäßiges, z. B. wöchentliches Angebot von 30 Minuten Dauer.

7. Unterstützung, Informationen und Materialien des Zentrum Verkündigung

Das Zentrum Verkündigung stellt eine umfangreiche Materialsammlung zur Verfügung, um in den Zeiten der coronabedingten Einschränkung die kirchenmusikalische Arbeit mit Alternativen zu gestalten. Dazu zählen viele digitale und vor allem analoge Ideen, um die musikalischen Kinder- und Erwachsenen-Gruppen zu motivieren und beieinander zu halten:
https://www.zentrum-verkuendigung.de/das-zentrum/projekte-und-themen/corona-pandemie, dort: Kirchenmusik in Zeiten von Corona


Empfehlungen für den Pfarrdienst für den weiteren Verlauf der COVID19 Pandemie - Stand: 18.05.2020

Stand: 18.05.2020

Der Krisenstab der EKHN hat Empfehlungen für den Pfarrdienst und kirchliches Handeln im weiteren Verlauf der Corona-Krise zusammengestellt.

Kirchliches Handeln ist die Antwort auf Gottes liebende und vergebende Zuwendung zur Welt. In der derzeitigen Corona-Krise bedeutet das für uns, dass alle kirchlichen Aktivitäten sich an der Sorge und Fürsorge füreinander ausrichten sollen. Weil unser Handeln am Nächsten ausgerichtet ist, darum wollen wir zurzeit darauf achten, dass die Gefahr einer gegenseitigen Ansteckung so gering wie möglich ist und empfehlen grundsätzlich einen zurückhaltenden Umgang mit der Wiederaufnahme kirchlicher Aktivitäten in der gewohnten Form.

1. Mund-Nase-Schutz

Bei unvermeidbarem Kontakt zu anderen Personen, bei dem der Schutzabstand nicht eingehalten werden kann, sollte eine Schutzmaske getragen werden. Grundsätzlich sollen Kontakte ohne ausreichenden Schutzabstand von 1,5 Metern vermieden werden.
Schutzkleidung, soweit  sie  in Krankenhäusern und Altenheim notwendig ist, ist von den jeweiligen Einrichtungen zur Verfügung zu stellen, damit die Tätigkeit dort ausgeübt werden kann.

2. Risikogruppen und 60+

Der Einsatz von Pfarrerinnen und Pfarrern, die älter als 60 Jahre alt sind oder einer Risikogruppen angehören (siehe Hinweise des Robert-Koch-Instituts  www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.htmlist mit den Dienstvorgesetzen zu besprechen. Es sollen einvernehmliche Regelungen getroffen werden. Grundsätzlich bedeutet die Zugehörigkeit zu dieser Alters - oder  Risikogruppe nicht, dass der Pfarrdienst ausschließlich im Home-Office wahrgenommen werden muss, sondern hier ist eine Einschätzung des Erkrankungsrisikos erforderlich und dieses ist ggf. zu minimieren. Grundsätzlich gilt: die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus ist allgegenwärtig, sie gehört also zum allgemeinen Lebensrisiko. Für die Mitarbeitenden, die einer Risikogruppe angehören, besteht die Möglichkeit einer Gefährdungsbeurteilung durch den/ die Vorgesetzte, der/ die dabei durch den BAD unterstützt wird. Wo es möglich ist, kann insbesondere im Pfarrdienst in Absprache mit den jeweiligen Dienstvorgesetzten im Home-Office gearbeitet werden.Weitere Informationen sind in der Handlungsanleitung für den Einsatz von Risikogruppen in der EKHN zusammengestellt, die die Dekanate erhalten haben. 

3. Systemrelevanz und Anspruch auf Notbetreuung

Es gilt unverändert die sozialen Kontakte so gering wie möglich zu halten sowie die Infektionsketten zu unterbrechen. Aus diesem Grund wurde nur eine sehr eingeschränkte Auswahl von Berufsfeldern festgelegt, die einen Anspruch auf Notbetreuung in den Kindertagesstätten oder in der Schule haben. Die Bundesländer legen die einzelnen Berufsgruppen fest und definieren Ausnahmesituationen. 

  • Die Hessische Landesregierung hat in der 10. Verordnung zur Bekämpfung des Corona Virus vom 7.5.2020 festgelegt, dass Pfarrer*innen und Seelsorger*innen zu den Berufsgruppen zählen, die ihre Kinder in den Kindertagesstätten in sog. Notgruppen betreuen lassen können.  
  • In Rheinland Pfalz gibt es zurzeit keine dezidierten Regelungen für Pfarrer*innen und Seelsorger*innen mit Kindern.  Hier  gilt der Grundsatz, dass die Notbetreuung für alle offen ist, die keine andere Betreuungsmöglichkeit haben – unabhängig von der Berufstätigkeit. Hierfür muss eine sog. Selbstauskunft vorgelegt werden.

4. Pfarrer*innen im Schuldienst

Für Pfarrer*innen im hauptberuflichen Gestellungsvertrag in der Schule gelten dieselben Regelungen wie für die staatlichen Lehrkräfte. Für die Veranstaltungen im Bereich der Schulseelsorge finden daneben auch die kirchlichen Hinweise Anwendung (z.B. bezüglich Gottesdienst). Für den Schuldienst im Gemeindepfarramt gelten ebenfalls die Vorgaben, die von der jeweiligen Schule gemacht werden und im Einzelnen ggf. unterschiedlich geregelt sein können (Stundeneinsatz, Schutzkonzepte etc.).

5. Pfarrer*innen in der Seelsorge

Für den Zugang und die Ausübung der Seelsorge durch Pfarrer*innen in Alten- und Pflegeheimen, Kliniken, Hospizen und Gefängnissen gelten die Regeln der jeweiligen Träger. Das gilt auch für die jeweiligen Schutzmaßnahmen. Schutzkleidung ist von der Einrichtung bereitzustellen.
Bestehen für den Dienst in den jeweiligen Einrichtungen und in der Notfallseelsorge berechtigte medizinische Bedenken, bedarf es Absprachen mit den jeweiligen Dienstvorgesetzten für einen alternativen Diensteinsatz für eine bestimmte Zeit.
Seelsorge in den Einrichtungen soll dann ausgeübt werden, wenn der Wunsch nach Seelsorge geäußert wird. Dies schließt eine Sterbebegleitung mit ein. Dies gilt grundsätzlich auch für die Begleitung von Covid-19-Patienten.  Auch Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte u.a. Mitarbeitende können seelsorgerlich begleitet werden. Die in der Notfallseelsorge Tätigen können sich mit ihren SbE-Teams (SbE = Stressbewältigung nach belastenden Einsätzen) Kliniken und evtl. auch Alten- und Pflegheimen als Ansprechpartner*innen für Krisenbewältigung anbieten.
Die Gestaltung von Gottesdiensten in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheim sowie Gefängnissen geschieht in enger Absprache und nach den Regeln der jeweiligen Einrichtung. Weitere Informationen finden sie auf der Homepage des Zentrums Seelsorge und Beratung: https://zsb.ekhn.org/startseite.html 

6. Pfarrer*innen in der Kirchenverwaltung und in den Zentren

Für Pfarrer*innen in der Kirchenverwaltung und in den Zentren gilt die Dienstvereinbarung zum Umgang mit der Corona Krise, die zum 1.6.2020 mit der MAV der Kirchenverwaltung festgelegt wurde und die jeweiligen Umsetzungen in den einzelnen Einrichtungen. Die Dienstvereinbarung wird https://unsere.ekhn.de/themen/infos-corona-pandemie.html veröffentlicht.


Information zu Stornokosten - Stand: 2. Juni 2020

Information des Krisenstabs der EKHN Freizeiten und Stornokosten

1. Derzeit bestehen europaweit unterschiedliche Reiseregelungen, die sich ständig ändern.

2. Der Krisenstab der EKHN empfiehlt den Kirchengemeinden, Dekanaten und Kirchengemeindeverbänden, bis zum Ende der Sommerferien keine Auslandsgruppenreisen durchzuführen.  Bei Inlandsreisen sollte nach Möglichkeit erst noch die weitere Entwicklung abgewartet werden. Da Freizeitangebote auch Erholung und Abwechslung in dieser anstrengenden Zeit bedeuten, empfiehlt der Krisenstab, diese Optionen − soweit es geht − vorerst noch aufrechtzuerhalten. Um trotz der Chancen, die sich mit diesem Angebot für Teilnehmende bieten, die finanziellen Risiken dennoch im Blick zu behalten, ist es sinnvoll, mit den Trägern der jeweiligen Unterkünfte und ggf. Reiseunternehmen Kontakt aufzunehmen und mögliche Stornofristen abzusprechen. So kann individuell entschieden werden, ob und wie lange das Freizeitangebot noch aufrechterhalten werden kann. 
Der Fachbereich Kinder und Jugend im Zentrum Bildung bietet weitere Informationen zum Thema an:  https://www.ev-jugendarbeit-ekhn.de/corona-extra/freizeitmassnahmen

3. Vor einer Rücktrittserklärung („Stornierung“) sollte geprüft werden, ob eine Verschiebung und Umbuchung der Freizeit auf das nächste Jahr möglich ist. 

4. Bei einem Rücktritt müssen die Kirchengemeinden, Dekanate und Kirchengemeindeverbände die vertraglich vereinbarten Stornokosten zahlen. Die Stornokosten entfallen nach einem Rücktritt nicht, wenn die Verbote und Reisewarnungen später bis in die Reisezeit verlängert werden.

5. Die Teilnehmerbeiträge sind bei Absage oder Verschiebung einer Freizeit zurückzuzahlen.

6. Kirchengemeinden, Dekanate und Kirchengemeindeverbände können sich an den Stabsbereich Recht der Kirchenverwaltung (recht@ekhn.de) wenden, um sich vor einem Rücktritt beraten und Stornokosten überprüfen zu lassen.


7. (aktualisiert 28. Mai)  Kirchengemeinden, Kirchengemeindeverbände und Dekanate erhalten aus dem Härtefonds bei Absage von Freizeiten aufgrund der Coronakrise einen Zuschuss von 50 Prozent der entstandenen Stornokosten. Die Zuschuss wird nur gewährt, wenn die tatsächlich entstandenen Stornokosten mindestens 500 Euro abzüglich des eingesparten Aufwands aufgrund des Ausfalls der Reise betragen. Der formlose Antrag ist mit einer Kopie der Rechnungen an den Stabsbereich Recht der Kirchenverwaltung zu senden (recht@ekhn.de). Etwaige andere Zuschüsse, die nicht zurückbezahlt werden müssen, sind anzugeben. Rechnungen, die dem Stabsbereich bereits vorliegen, werden berücksichtig.


Kirchenvorstandsarbeit und Kirchenvorstandswahl 2021 - Stand: 30. April 2020

Besprechungen (KV und DSV Sitzungen, u.a.)

Besprechungen (Teambesprechungen, Kirchenvorstandssitzungen, Sitzungen der Dekanatssynodalvorstände, u.a.) sollen weiterhin möglichst über Video- oder Telefonkonferenzen stattfinden. KV- und DSV-Sitzungen, die über Videokonferenzen abgehalten werden, sind den regulären KV- und DSV-Sitzungen für die Dauer der Coronakrise rechtlich gleichgestellt, Beschlüsse müssen nicht mehr im Umlaufverfahren gefasst werden. Die Kirchenleitung hat in ihrer Sitzung vom 30. April 2020 die notwendige Änderungen und Ergänzung der Kirchengemeindeordnung (§ 39 + § 41) und der Dekanatssynodalordnung (§ 42 + 44) als gesetzesvertretende Verordnungen beschlossen. Der erstmalige Beschluss von Videokonferenzen könnte auch durch einen Umlaufbeschluss (§ 43 KGO) erfolgen. Um auch geheime Abstimmungen und Wahlen im Rahmen von Videokonferenzen organisieren zu können, wird die Möglichkeit der Briefwahl (d.h. die Abstimmung der an der entsprechenden Videokonferenz teilnehmenden, stimmberechtigten Mitglieder des Kirchenvorstands bzw. des Dekanatssynodalvorstandes per Brief) eingeführt. Auch für Pfarrwahlen wird die Möglichkeit einer Videokonferenz und die Stimmabgabe per Brief ermöglicht, ansonsten gelten hier aber weiterhin die besonderen Regelungen des Pfarrstellengesetzes.
Neue Materialien zur Sitzungsleitung

Werden Besprechungen mit der physischen Anwesenheit der Teilnehmenden abgehalten (möglich nach den aktuellen Verordnungen der Länder RLP (4. VO in der Fassung vom 28.4.20) und Hessen (3. VO in der Fassung der am 1. Mai 2020 in Kraft tretenden Änderungen), müssen die jeweiligen aktuellen Abstands- und Hygieneregelungen eingehalten werden. Es empfiehlt sich, die Sitzungsdauer möglichst kurz zu halten.

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Zur Vorbereitung auf die Kirchenvorstandswahl 2021 lesen die 2. Ausgabe des besonderen Informationsdiensts „MeineWahl 2021“ (vom 22. April 2020)

Download
Inhalt:

1. Noch nicht viel Neues zu Corona
2. Gemeinderecht
2.1 Beschlussfassung in Corona-Zeiten
2.2 Zeitplan in Corona-Zeiten für die Kirchenvorstandswahl
2.3 Wie viele Kandidierende werden gebraucht?
2.4 Empfehlung zur Aufstellung eines gültigen Wahlvorschlags
2.5 Die Haftung des Kirchenvorstands
3. Ehrenamtsakademie
4. Öffentlichkeitsarbeit






aus dem Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN

In dieser Sonder-Perspektiefe sind Gedanken von Referentinnen und Referenten des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung an­lässlich der COVID-19-Krise zusammengetragen.

Alle Artikel und auch als PDF zum Download

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