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„Heimkinder“-Schicksale:

EKHN/Sonja ToepferVerschwommen: Kind im KinderbettDie hessische Videokünstlerin Sonja Toepfer nennt ihren Film bewusst „Kopf Herz Tisch“, weil in ihm Menschen Rede und Antwort stehen, die in der Vergangenheit „an der anderen Seite des Tisches“ saßen.

„Heimkinder“-Schicksale: Film und Ausstellung zur Aufarbeitung erhältlich

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) bietet zur Geschichte der ehemaligen „Heimkinder“ in der Nachkriegszeit einen speziellen Dokumentarfilm und eine Wanderausstellung an. Sechs Jahre nach Beginn der Aufarbeitung der „Heimkinder“-Schicksale können der Film und die Ausstellung zur Arbeit vor Ort genutzt werden.

 

Film „Kopf Herz Tisch3“ zu Medizin in Heimen

Für die evangelische Kirche hat die Wiesbadener Filmmacherin Sonja Toepfer die medizinische Arbeit in den Kinderheimen der Nachkriegszeit beleuchtet. In ihrer knapp 80 Minuten langen Dokumentation aus dem Jahre 2018 kommen neun Zeitzeugen zu Wort. Ergänzt werden die Gespräche durch vier aktuelle Experteninterviews. Toepfer ermöglicht durch die verschiedenen Perspektiven einen authentischen Einblick in die Denkweise in den Nachkriegsjahren. Unter dem Titel „KOPF HERZ TISCH3 – Die psychiatrisierte Kindheit. Die Rolle der Medizin in der Fürsorgeerziehung von 1950 – 1975“ ist auf diese Weise eine eindrückliche Schilderung der Rolle der Medizin im Nachkriegsdeutschland entstanden, die es so bisher nicht gab.
 Trailer und kompletter Film siehe rechte Spalte ⇒

Als DVD ist der Film zudem hier bestellbar per E-Mail (Bitte Postadresse und Stückzahl angeben): zentralarchiv@ekhn-kv.de

Ausstellung zur Geschichte der Kinderheime in Hessen-Nassau

Auch eine Wanderausstellung zum Thema „Heimkinder“ ist seit 2018 ausleihbar. Auf zwölf Tafeln wird die Geschichte evangelischer Kinderheime im Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau nachgezeichnet. Die Schau trägt den Titel „Kinder in Heimen von 1945 bis 1975“. Sie setzt sich mit dem Alltag in den evangelischen Einrichtungen ebenso auseinander wie mit dem Verständnis von Einrichtungen jener Zeit als „totale Institution“ und dem Thema Missbrauch. Die Ausstellung kann von Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe zur Aufarbeitung der eigenen Geschichte auch durch weitere Tafeln ergänzt werden.
Hier zum Überblick der Tafeln

Ausstellungs-Anfragen per E-Mail:  zentralarchiv@ekhn-kv.de

Hintergrund: Aufarbeitung „Heimkinder“-Schicksale
Im Nachgang zur öffentlichen Bitte um Verzeihung von evangelischer Kirche und Diakonie an die Heimkinder vom 11. September 2011 bemüht sich die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau um intensive Hilfestellungen für Betroffene. Im Zentrum stehen auch vertiefte historische Recherchen, um als Institution selbst mehr über die Rolle der Heime und die Situation der „Heimkinder“ in den Jahren 1945 bis 1975 zu erfahren. Ziel ist es auch, die Erkenntnisse in die aktuelle pädagogische Arbeit der evangelischen Kirche einfließen zu lassen. 

Unterstützung Heimkinderarbeit
Wenn Sie die Heimkinderarbeit der EKHN mit einer Spende unterstützen möchten, können Sie das unter folgender Bankverbindung tun:

Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
Evangelische Bank eg Kassel
IBAN: DE27 5206 0410 0004 1000 00
Stichwort „Heimkinder“

Ansprechperson für Betroffene:
Pfarrerin Anita Ginbel-Blänkle
Telefon: 06151/405-414
Anita.Gimbel-Blänkle@ekhn-kv.de

 

 

Trailer zu
KOPF HERZ TISCH³ - Die psychiatrisierte Kindheit

Der komplette Film

Download des kompletten Films (4.6 GB)

 https://www.magentacloud.de/lnk/CsIgnzEL

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