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Nachruf

Trauer um Pfarrer Demsky

Siegfried Gerdau

Pfarrer i.R. Horst W. Demsky ist im Alter von 91 Jahren verstorben. Am Freitag soll der frühere Herborner Pfarrer beerdigt werden. Die Kirchengemeinde Herborn und das Dekanat an der Dill trauern mit den Angehörigen um einen beliebten Menschen.

 

Pfarrer i.R. Horst Wilhelm Demsky war zwanzig Jahre lang Pfarrer an der Stadtkirche Herborn. Sein Nachfolger Pfarrer i.R. Ronald Lommel erinnert an den Theologen, der bis heute in den Herzen vieler Herborner seine Spuren hinterlassen hat. Am Freitag, 16. Juli findet die Trauerfeier um 13.30 Uhr in der Friedhofskapelle in Herborn statt. 

Am 26. Juni 2021 verstarb Horst Wilhelm Demsky im Haus des Lebens in Herborn. 20 Jahre lang - von Oktober 1972 bis Oktober 1992 - war Horst Demsky Pfarrer in der Ev. Kirchengemeinde in Herborn.

Geboren und aufgewachsen auf einem Bauernhof in Ostpreußen, fanden er und seine Angehörigen nach den Schrecken des Krieges und der Vertreibung eine zweite Heimat im Münsterland. Hier begann er eine Lehre zum KFZ-Mechaniker, bevor er die Prediger- und Evangelistenschule „Johanneum“ in Wuppertal besuchte und anschließend als Jugendreferent und CVJM-Sekretär in Osnabrück arbeitete.

Hier hat er auch geheiratet und seine Familie gegründet. Gleichzeitig studierte er Theologie an der Universität in Münster und legte das Examen vor der Kirchenleitung der EKHN ab. Am 1. Oktober 1972 begann er seinen Dienst in Herborn, wo er kurz darauf zum Pfarrer ordiniert wurde. Und nun begann seine segensreiche Arbeit in unserer Gemeinde.

Horst Demsky war Pfarrer aus Berufung mit Leib und Seele. Die Verkündigung des für uns gekreuzigten und auferstandenen, lebendigen Herrn und Heilands, Jesus Christus, stand für ihn an erster Stelle. Er ging auf die Menschen zu und war stets ansprechbar für alle, ein Pfarrer zum Anfassen. Er redete zu Herzen, einfach, anschaulich und in der Gewissheit, dass der Heilige Geist die Wege weiß.

Vor allem in der Jugendarbeit war er stark engagiert; er führte viele Freizeiten durch und gab geistliche Impulse zum Leben; nicht nur theoretisch, sondern er packte tatkräftig mit an, sodass diese Arbeit unter seiner Führung nachhaltig aufblühte. Gemeinde wurde lebendig. Nach seiner Verabschiedung zogen er und seine Frau, von der er später geschieden wurde, zuerst einmal nach Bromskirchen, wo er sich auf dem Hof seiner Tochter Sabine eine Zeitlang ganz seinem Hobby, dem Züchten von Islandpferden, widmete.

Von dort zog er jedoch weiter zu seiner neuen Lebenspartnerin ins Bergische Land. Vor knapp drei Jahren jedoch zog es ihn wieder zurück hierher nach Herborn. Im Haus des Lebens fand er seine letzte irdische Bleibe. Am 16. Juli 2021 nehmen Familie und Angehörige, sowie Freunde und Weggefährten in dankbarem Gedenken Abschied von dem beliebten Pfarrer, der bis heute in den Herzen vieler Herborner seine Spuren hinterlassen hat.

 

 

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