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Gemeindezusammenschluss

(§§ 4, 33 und 44 KGO)

Im Unterschied zur Gesamtkirchengemeinde stellt der Gemeindezusammenschluss zu einer einzigen Körperschaft (ohne Bildung von Ortskirchengemeinden) keine Kooperationsform im engeren Sinn mehr dar. Die Bestimmungen zur Zusammenlegung von Kirchengemeinden (§§ 4 und 33 KGO) wurden daher nicht in das neue Regionalgesetz integriert und bleiben weiterhin in der Kirchengemeindeordnung verankert.

Im Blick auf die Gremienarbeit ist der Gemeindezusammenschluss die schlankeste Lösung. In einer vereinigten, größeren Kirchengemeinde lassen sich für inhaltliche, finanzielle und personelle Fragen am flexibelsten Lösungen finden. Ein solcher Zusammenschluss von Kirchengemeinden berührt aber auch die historisch gewachsene theologisch-kirchliche und regionale Identität und greift in sämtliche Beziehungs- und Sachstrukturen der einzelnen Kirchengemeinden ein.

Entschließen sich Kirchengemeinden zum Gemeindezusammenschluss, entsteht dadurch eine neue gemeinsame Kirchengemeinde. Als Rechtsnachfolgerin der bisherigen Einzelgemeinden tritt diese automatisch in alle Rechte und Pflichten ein. Die bisherigen Körperschaften der Kirchengemeinden werden aufgehoben, und ein gemeinsamer Kirchenvorstand wird aus den Mitgliedern der bisherigen Kirchenvorstände gebildet.

Weitere Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet § 44 der Kirchengemeindeordnung. Diese Regelung erlaubt die Bildung sachlich oder räumlich abgegrenzter Ausschüsse, denen Aufgaben zur selbstständigen Wahrnehmung und Beschlussfassung übertragen werden können.

Nähere Informationen zum Thema Gemeindezusammenschluss finden Sie in der Arbeitshilfe „Kirchengemeinden schließen sich zusammen“, in der das Referat Rechtsfragen kirchliche Dienste die wesentlichen Aspekte zusammengestellt hat:

Download der Arbeitshilfe „Kirchengemeinden schließen sich zusammen“

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