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7. Sonntag nach Trinitatis

26.7.2020: Für die Ökumene und Auslandsarbeit (EKD)

pixabay.com/TheAndrasBartaEuropakarte mit Nägeln und vernetzenden Bindfäden

Kirchen sind auf vielfältige Weise Teil einer schuldhaften und gewalttätigen Vergangenheit und Gegenwart. „Healing of Memories“ als seelsorglich-therapeutisches Verfahren ermöglicht es, zum Beispiel in Namibia, als ehemaliger deutscher Kolonie, oder an ausgesuchten Orten in Osteuropa die schmerzliche Aufarbeitung der Vergangenheit mit aktuellen kirchlichen Versöhnungsprojekten zu verbinden.

„Healing of Memories“, das „Heilen von Erinnerungen“, wurde erstmals nach der Zeit der Apartheid in Südafrika als Teil der Täter-Opfer-Arbeit erprobt, danach in Nordirland, in Südosteuropa oder auch im Rahmen des Reformationsjubiläums als Versöhnungsprozess zwischen den verschiedenen christlichen Konfessionen genutzt.

Gerade angesichts des alarmierenden Rassismus und der weithin vergessenen kolonialen Vergangenheit Deutschlands ist die Aufarbeitung und Vergegenwärtigung unserer Verantwortung, beispielsweise in Namibia, wichtig. Seminare und Versöhnungsgottesdienste, Antirassismustraining, die Gestaltung von Gedenkorten, Begegnungsangebote und die Ermöglichung historischer Erinnerung von Opfern und Tätern können gemeinsame Wege in eine friedlichere Zukunft ebnen. So konnte zum Beispiel während einer kirchlichen Begegnungsreise auf den Spuren der kolonialen Vergangenheit gemeinsam mit der namibischen Partnerkirche eine Erinnerungstafel an einem der Vernichtungsorte errichtet werden.

www.ekd.de/Oekumene-international-10767.htm

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