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Leitfaden zum Umgang mit landwirtschaftlichen Flächen und deren Verpachtung

pixabay.com|manfredrichterAckerboden mit einem einzelnen frischen TriebWer sein Feld bestellt, wird satt von Brot, wer nichtigen Dingen nachjagt, ist ohne Verstand. Sprüche 12,11

Vorwort

Fruchtbarer Ackerboden war schon immer kostbar. Die traditionelle Bezeichnung „Mutterboden“ bringt das eindrucksvoll zum Ausdruck. Seit wir in Europa nicht mehr unter Nahrungsmittelknappheit leiden, sondern eher an Überfluss, gerät das weithin in Vergessenheit. Boden ist als Baugrund, Verkehrsfläche, Freizeitareal, etc. ökonomisch wertvoll. Ackerland und erst recht Grünland sind dagegen deutlich billiger zu erwerben.

Das ändert sich zunehmend angesichts der weltweiten Verknappung und Zerstörung von fruchtbarem Ackerland. Auch in Deutschland zeigen sich zunehmend Nutzungskonflikte, etwa zwischen Lebensmittel- und Energieerzeugung. Der tägliche Flächenverbrauch beträgt in Deutschland 69 Hektar, was die Konkurrenz um Landwirtschaftsflächen stetig verschärft.

Die Kirchen gehören nach wie vor zu den größeren Grundbesitzern in Deutschland.

In den evangelischen Kirchen verfügen viele Kirchengemeinden über Land, dessen Wert steigt – materiell und ideell.

Kirchliches Handeln sollte im Bereich der Landverpachtung eine Vorbildfunktion haben – u. a. aus Gründen der Schöpfungsverantwortung. Ein gerechter Umgang mit dem anvertrauten Land und die Wiederentdeckung als wichtiges Thema für die gemeindliche und übergemeindliche Bildungsarbeit gehören unbedingt dazu.

Dieser Leitfaden soll daher nicht nur notwendige Informationen zum Umgang mit Kirchenland bei der Verpachtung geben, sondern auch Interesse und Motivation für die Beschäftigung mit dem Thema wecken.

Anregungen, wie das Kirchenland als „Bodenschatz“ in der gemeindlichen Bildungsarbeit aufgenommen werden kann, gehören dazu gleichermaßen wie Tipps, welche Alternativen es gibt, wenn sich eine Verpachtung von Landwirtschaftlichen Flächen als schwierig erweist.

Wir wünschen eine bereichernde Lektüre und Gottes Segen bei der „Bestellung der Kirchlichen Felder“!

OKR Markus Keller / Dr. Maren Heincke / Ass. iur. Lutz Schinke

Hinweise

Nur diese erste Auflage des Leitfadens (2017) erscheint als Druckversion, die gleichzeitig auch im Internet an dieser Stelle abrufbar ist.

Die Druckversion zum Download (PDF, 5 MB)

Aus Umweltschutzgründen ist vorgesehen, zukünftige Aktualisierungen nur noch digital über das Internet zur Verfügung zu stellen.

Komplettiert wird die Internet-Version des Leitfadens durch die Verlinkung mit anderen kirchlichen Gesetzen und Verordnungen sowie Arbeitshilfen, sodass Sie mit einem Klick die Vorlagen und Muster sowie die weiterführenden Rechtsgrundlagen finden, die Sie brauchen.

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