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Wie Sie auf den Neukauf verzichten können

VI. Reparieren, Leihen, Gebraucht-Kaufen und Co.

© Adobe Stock/VadimGuzhva

Umweltfreundlicher als jeder Neukauf: Kaufen oder leihen sie gebrauchte Produkte und reparieren Sie kaputte Gegenstände! So helfen Sie mit, dass insgesamt weniger Produkte produziert werden. 

Sicher – es geht in dieser Broschüre um die Beschaffung und somit zumeist um Neukauf. Trotzdem ist es hilfreich und wichtig, sich Gedanken über sinnvolle Alternativen zu machen. Hier kommen ein paar Tipps, die sich im kirchlichen Alltag bewährt haben:

Qualität statt Quantität

  • Kochen Sie lieber einmal eine Kanne Kaffee nach - und verhindern Sie so, dass am Ende der Veranstaltung zwei volle Kannen weggeschüttet werden.
  • Kaufen Sie auf Vorrat nur so viele Briefumschläge und Tesafilm, wie im nächsten halben Jahr genutzt werden. So behalten diese Produkte eine gute Klebeleistung. Beachten Sie überhaupt bei jeder Anschaffung, ob die Funktion eines Produkts mit der Lagerungsdauer abnimmt.
  • "Eintüten statt wegwerfen": Bei einer Veranstaltung wird nicht alles aufgegessen? Legen Sie Papiertüten aus, damit sich Gäste die Reste mitnehmen können.

Reparieren und Aufarbeiten

  • Achten Sie beim Kauf von Elektrogeräten und anderen Produkten darauf, dass man sie reparieren kann. Dies erkennt man zum Beispiel daran, dass Teile verschraubt sind (und nicht nur verklebt). Jede Reparatur erhöht die Lebensdauer.
  • Kaufen Sie solide Produkte aus langlebigen Materialien – so können beispielsweise Stühle oder Spielzeuge aus Holz wiederaufgearbeitet werden.

Leihen und Teilen

  • Dinge, die man nur selten oder einmalig braucht, müssen Sie nicht selbst besitzen. Zum Beispiel die Biertisch-Garnituren für das Gemeindefest können Sie zusammen mit der Nachbargemeinde anschaffen – oder sie leihen sich diese beim lokalen Getränkehändler oder Partyverleih aus.

Gebraucht-Kaufen (Second Hand)

Vielleicht ist die Hemmschwelle sehr groß, für eine Kirchengemeinde oder in der Kirchenverwaltung gebrauchte Gegenstände zu kaufen. Aber auch hier gibt es Möglichkeiten, auf einen Neu-Kauf zu verzichten.

  • Computer und Notebooks werden von Firmen oft nach wenigen Jahren ausgemustert und können dann günstig erstanden werden. Achten Sie darauf, dass die Hardware zu aktuellen Software-Anwendungen passt – also zum Beispiel genug Arbeitsspeicher vorhanden ist bzw. nachgerüstet werden kann. Bezugsquellen stehen auf wir-kaufen-anders.de.
  • Mobiliar wie Tische, Regale oder Kücheneinrichtungen, die einmal hochwertig produziert wurden, sind oft „unverwüstlich“. Hier lohnt sich eine zweite Nutzung.
  • Genauso sinnvoll ist es, ausgemusterte Gegenstände der eigenen Organisation weiterzugeben (statt wegzuwerfen) und ihnen so ein „zweites Leben“ zu schenken.
© Adobe Stock/goodluz

Aus zweiter Hand
Für die Herstellung eines PCs werden rund 3.000 Kilowattstunden Energie benötigt. So viel Strom verbraucht ein Zwei-Personen-Haushalt pro Jahr. Reparieren schont also die Umwelt massiv – und das gilt für viele Produkte.

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