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Blick auf Kirchensynodalvorstand

EKHN

13. Tagung der XII. Kirchensynode der EKHN vom 24. bis 27. November 2021

 

Liebe Leserinnen und Leser!

pandemiebedingt kamen die 140 Delegierten der Kirchensynode der EKHN vom 24. bis 27. November 2021 digital zusammen. Neben der Wahl der Pröpstin für Rheinhessen und Nassauer Land und den Beratungen zum Haushalt 2022 setzte sich die Synode in zwei Resolutionen besonders für Geflohene an der belarussisch-polnischen Grenze sowie für eine bessere medizinische Versorgung auf dem Land ein. Auch  der Zukunftsprozess ekhn2030 geht weiter: Im Zentrum stand die  Diskussion zur Zukunft  von kirchlichen Gebäuden und zu verbindlichen Nachbarschaftsräumen für Kirchengemeinden. Zum Arbeitspaket Pfarrdienst und Verkündigung wurden Richtungsbeschlüsse gefasst und das Kirchengesetz zum Abbau gesamtkirchlicher Genehmigungsvorhalte wurde verabschiedet. Auch Konzepte zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie zu Familien und jungen Erwachsenen wurden von der Kirchenleitung vorgelegt.

Weitere Informationen finden Sie in SynodeKompakt wie gewohnt zusammengefasst. Rechtlich verbindlich werden die Beschlüsse wie immer im Amtsblatt veröffentlicht. 

Mit herzlichen Grüßen im Namen des Redaktionsteams

Elisabeth Fauth


1. Lage der Krankenhäuser im ländlichen Raum (Resolution)


Die Kirchensynode hat die Bundesländer aufgefordert, Krankenhäuser wieder ausreichend, auch für nötige Investitionen, zu finanzieren. Zweitens müsse das bundesweite Fallpauschalensystem weiterentwickelt werden, da es nicht die unterschiedlichen Kostenstrukturen von Krankenhäusern berücksichtige. Gefordert wurden drittens „ein Abbau überbordender Bürokratie“ in Krankenhäusern und viertens der „starren Trennung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung“: Besonders in ländlichen Gebieten verhindere diese eine „nahtlose und Ressourcen schonende Versorgung von Patientinnen und Patienten“. Begründet wurden die Forderungen in einem Impulspapier, das u.a. die „Übergangspflege im Krankenhaus“ als gute Lösung lobt.

Mehr: ekhn.link/ResolutionKrankenhaeuser


2. Niemals „Spielball von Politik“ – Resolution für Geflohene in Belarus


Aus aktuellem Anlass setzt sich die Synode für Geflohene an der belarussisch-polnischen Grenze ein. Mit überwältigender Mehrheit verabschiedete sie eine kurzfristig auf die Tagesordnung genommene Resolution, in der sie sofortige humanitäre Hilfe für die Geflohenen sowie das Verbot von Push-Backs von Menschen, die einen Asylantrag stellen wollen, fordert. „Menschen, die Schutz innerhalb der EU suchen, haben das Recht auf ein individuelles, faires Asylverfahren“, betont die Synode und fordert „Menschlichkeit und Rechtsstaatlichkeit“ statt „Härte und Abschottung“ in der europäischen Flüchtlingspolitik. Die EKHN unterstützt die Flüchtlingsarbeit der Diakonie Polen im Grenzgebiet zu Belarus auch finanziell: „Als Christinnen und Christen glauben wir an den, der dorthin gegangen ist, wo Menschen schutzlos und in Not sind“, wird die EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber zustimmend zitiert.

Mehr:  ekhn.link/ResolutionBelarus


3. Henriette Crüwell ist neue Pröpstin für Rheinhessen und Nassauer Land


Die Synode der EKHN wählte die Offenbacher Pfarrerin Henriette Crüwell an Spitze der Gebiete in Rheinland-Pfalz. Somit wird sie Pröpstin für Rheinhessen und Nassauer Land.  

Mehr: ekhn.link/Propstwahl


4. EKHN-Haushalt über 710 Millionen Euro verabschiedet


Die EKHN hat den Haushalt für das Jahr 2022 beschlossen. Nach Worten von Heinz Thomas Striegler sei der aktuelle Plan „ein Baustein auf dem Weg zu einem generationengerechten Haushalt".

Mehr: ekhn.link/Haushaltsplan2022


5. Jugendburg Hohensolms soll verkauft und Kloster Höchst umgewandelt werden


Die EKHN-Synode debattierte emotional und engagiert über Gästehäuser: Die Evangelische Jugendburg in Hohensolms bei Wetzlar soll verkauft werden. Ein Schulträger, ein Wohnungsentwickler und eine Stiftung haben bereits Interesse an dem historischen Gebäude gezeigt: Das Bauwerk könnte eine „Inklusive Burg“ werden.

Mehr: ekhn.link/VerkaufHohensolms


6. ekhn2030: Diskussion & Beschlüsse


Trotz nötiger struktureller Einsparungen um 140 Millionen Euro ab dem Jahr 2030 möchte die EKHN flexibel bleiben; daher kann sie nicht einfach linear einsparen. ekhn2030 ist damit ein Kirchenentwicklungsprozess, der aktive Zukunftsgestaltung, Kürzungen und Investitionen braucht.

Auch die Themen Jugend, Nachbarschaftsräume von Kirchengemeinden sowie Gebäude wurden ausgiebig diskutiert.

Mehr zu den Diskussionen und Beschlüssen


8. „Immer zum Besten der EKHN“: Volker Ehrmann erhält Niemöller-Medaille


Der frühere Landesgeschäftsführer der Johanniter-Unfall-Hilfe für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland erhielt die Martin-Niemöller-Medaille. Volker Ehrmann gilt bis heute als prägende Gestalt der Kirchensynode.

Mehr: ekhn.link/EhrmannAuszeichnung


9. Frauke Grundmann-Kleiner ist neues Mitglied von Hessen-Nassaus Kirchenleitung


Die Diplomkauffrau Frauke Grundmann-Kleiner aus Dreieich gehört ehrenamtlich zum EKHN-Leitungsgremium.

Mehr: ekhn.link/NeuesMitgliedKirchenleitung  


10. Thorsten Hinte wird neuer Finanzdezernent in Hessen-Nassau


Während der Synodentagung wurde Oberkirchenrat Thorsten Hinte zum neuen Dezernenten für die Bereiche Finanzen, Bau und Liegenschaften gewählt. Die Finanzen, für die bisher der Leiter der Kirchenverwaltung, Heinz Thomas Striegler, verantwortlich war, werden nun Hinte unterstellt. Damit organisiert die EKHN ihre Verwaltungsspitze neu.

Mehr: ekhn.link/WahlFinanzdezernent  


+++++Synodenticker++++++


Hier finden Sie weitere wichtige Beschlüsse und Informationen zur Tagung der Kirchensynode der EKHN vom 24-27. November 2021.

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Kollektenpläne 2023 und 2024 verabschiedet

Die Synode stimmte den vorgelegten Entwürfen der Kollektenpläne für die Jahre 2023 und 2024 zu. In beiden Jahren werden jeweils 30 Pflichtkollekten erbeten.
Die Aufnahme von Wahlpflichtkollekten und geteilten Pflichtkollekten soll auch in den Jahren 2023 und 2024 weitergeführt werden.

Quelle: Drucksache 75/21

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„Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein“ – Frieden bleibt Aufgabe kirchlichen Handelns

Das 2019 von Kirchensynode und Kirchenleitung gemeinsam auf den Weg gebrachte Impulspapier „Kirche des gerechten Friedens werden“ (Drs. 78/19) hat in Kirchengemeinden, Dekanaten und Einrichtungen Früchte getragen. Dies zeigt der Resonanzbericht, welcher der Synode vorliegt (Drs. 58/21). Nicht zuletzt haben auch die Stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf und Präses Dr. Ulrich Oelschläger in einem gemeinsamen Brief an die Bundestagsabgeordneten im Gebiet der EKHN die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrags durch die Bundesrepublik Deutschland und die Ächtung autonomer Waffensysteme gefordert. In ihren Einbringungsreden erinnerten der Stellvertretende Präses Wolfgang Prawitz und Ulrike Scherf daran, dass Frieden eine zentrale Aufgabe allen kirchlichen Handelns bleibe: „Als der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) im Jahr 1948 gegründet wurde, gab er den Kirchen den Satz mit ‚Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein‘. Ein Friedensappell mehrerer europäischer Friedensnetzwerke  fordert heute von den beteiligten Kirchen: ‚Nutzen Sie die Aufmerksamkeit, die Ihnen im Vorfeld und während der Vollversammlung [des ÖRK in Karlsruhe vom 31.8. bis 8.9.2022] zu Teil wird. Bekräftigen Sie in Deutschland, in Europa und weltweit, in Kirche, Staat und Gesellschaft das Bekenntnis zum Gerechten Frieden!‘ Mit dem Impulspapier tragen wir in unserem Kirchengebiet dazu bei.“

www.ohne-ruestung-leben.de/friedensappell2022.html

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Neuwahl ins Kirchengericht

Luisa Lina Guyot, Richterin in der hessischen Verwaltungsgerichtsbarkeit ist mit großer Mehrheit neu in das kirchliche Verfassungs- und Verwaltungsgerichts (KVVG) gewählt worden. Guyot ist Richterin am Verwaltungsgericht Wiesbaden (1. Kammer und Disziplinarkammern). Die Juristin ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Das Kirchliche Verfassungs- und Verwaltungsgericht arbeitet unabhängig von den Leitungsgremien der Kirche und kann angerufen werden, um Entscheidungen  und Gesetze in der EKHN juristisch überprüfen zu lassen. Als Verwaltungsgericht hat es beispielsweise über die Rechtmäßigkeit kirchlicher Verwaltungsakte zu entscheiden, etwa bei Meinungsverschiedenheiten über die Zuweisung von Pfarrstellen oder bei der Versetzung von Pfarrerinnen und Pfarrern in den Wartestand. Es kann auch angerufen werden, um die Gültigkeit von Kirchenvorstandswahlen zu überprüfen.

Die beiden Kammern des KVVG haben jeweils fünf Mitglieder, die ehrenamtlich arbeiten. Vier von ihnen haben juristischen Sachverstand mit der Befähigung zum Richteramt oder zum höheren Verwaltungsdienst. Ein Mitglied muss kirchlich zum Verkündigungsdienst ordiniert sein und theologische Fachkompetenz einbringen. Sie werden jeweils für sieben Jahre berufen.

Quelle: Drucksache 78/21

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Alle Synodendrucksachen finden Sie unter www.kirchenrecht-ekhn.de/list/synodalds


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Die EKHN-Mitteilungen werden herausgegeben im Auftrag der Kirchenleitung der EKHN vom Stabsbereich Öffentlichkeitsarbeit der EKHN
Paulusplatz 1, 64276 Darmstadt                          

Verantwortlich im Sinne des Presserechts:
Elisabeth Fauth
Kontakt: 06151 / 405 286

Redaktion: Martin Franke, Elisabeth Fauth, Peter W. Bernecker, Rebecca Keller                     
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