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Digitale Reformation in Württemberg

Wo die Kirche mit Zockerspielen lockt

ElkWue/Oliver HoeschWürttemberg trifft Hessen-Nassau: Arbeitsbesuch zum Thema Digitalisierung in DarmstadtWürttemberg trifft Hessen-Nassau: Arbeitsbesuch zum Thema Digitalisierung in Darmstadt

Es ist eine neue digitale Reformation, die derzeit in der evangelischen Kirche Württembergs im Gange ist. Jetzt war die Leitung aus Stuttgart in Hessen-Nassau zu Gast und verriet, warum sie mit US-Experten Zockerspiele entwickelt und die Verwaltung in ein StartUp verwandelt.

EKHN/RahnArbeitsbesuch zum Thema Digitalisierung zwischen Württemberg und hessen-Nassau mit Bischof Frank Otfried July  und Kirchenpräsident Volker Jung.Arbeitsbesuch zum Thema Digitalisierung zwischen Württemberg und Hessen-Nassau mit Bischof Frank Otfried July und Kirchenpräsident Volker Jung.

In Fragen der Digitalisierung hat die Evangelische Landeskirche in Württemberg derzeit deutschlandweit die Nase ganz weit vorne. Davon konnte sich die hessen-nassauische Kirchenspitze in Darmstadt mit Kirchenpräsident Volker Jung beim Treffen mit einer Delegation unter Württembergs Bischof Frank Otfried July jetzt überzeugen. Für July, der übrigens in Darmstadt aufwuchs, ist klar, dass die Kirche auch in einer digitalen Welt nur nahe bei den Menschen sein kann, wenn sie sich selbst in der digitalen Welt auskennt.

Glauben neu zocken

Das fängt bei kirchlichen Dienstleistungen für die Mitglieder an, die durch das kommerzielle Umfeld längst Online-Service rund um die Uhr gewohnt sind. Und es hört bei Jugendlichen auf, die der württembergischen Kirche klar gemacht hätten: An viele kommt man nur heran, wenn man „Glauben auch zocken“ kann.

Verwaltung als StartUp

So entwickelt die Württembergische Kirche – bis jetzt als einzige in Deutschland - eine umfassende „Digitale Roadmap“. Sie stattet alle Gemeinden mit Computern samt einheitlichen Programmen aus. Sie krempelt die Öffentlichkeitsarbeit um und setzt radikal auf Mitgliederbindung.  Ihre Kommunikation – übrigens auch die interne – richtet sie stärker nach den Regeln von Social Media aus. Für Jugendliche ist sie derzeit sogar dabei, mit US-Experten glaubensstarke Zockerspiele zu entwickeln. In ihnen soll einmal nicht  wahllos geballert, sondern über Werte nachgedacht werden. Und wenn alles klappt, baut sie auch ihre Kirchenverwaltung komplett neu. Dann soll es dort aussehen wie in einem StartUp und nicht mehr wie in einer Verwaltung mit ihren herkömmlichen Einzelbüros.

Mission als Innovationstreiber

Ganz vorne steht in Württemberg aber bei allem: Kommunikation mit den Mitgliedern. Dabei verhehlen die Expertinnen und Experten aus Württemberg nicht, dass durchaus auch der dort traditionell beheimatete Pietismus ein starker Treiber von technischen Innovationen sein kann. Denn moderne Kommunikation kann auch eine profunde Basis für etwas sein, das auf den ersten Blick ganz aktbacken klingt: Mission.

Mehr zum Digitalisierungsprojekt in Württemberg:
https://www.elk-wue.de/leben/digitalisierungsprojekt

 

 

 

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