Menümobile menu

Nach dem Krieg

Theologische Studientage haben noch freie Plätze

pixabay.com/WolferlAlte Stadtmauer mit Schießscharte.

Für zwei in Kürze anstehende Theologische Studientage sind noch Plätze frei. Am 24. September geht es um den dreißigjährigen Krieg und die Folgen. Auch für das Thema „Gottesbegriff und Ethik nach Auschwitz bei Hans Jonas und Abraham J. Heschel“ am 15. Oktober gibt es noch freie Plätze.

Obwohl die Geschichte Deutschlands von zahllosen Kriegen und militärischen Auseinandersetzungen geprägt ist, stellt neben den beiden Weltkriegen im letzten Jahrhundert der dreißigjährige Krieg eine besondere Zäsur dar. Es war eine europäische Auseinandersetzung um Hegemonie und Autorität, welche die Gebiete Deutschlands in großem Maße verheerte und zu einem für damalige Verhältnisse unglaublichen Bevölkerungsrückgang beitrug. Auf dem Studientag am 24. September 2019 soll kurz die Geschichte dieses Krieges erläutert, sodann aber in ausführlicherer Weise auf die Reaktion von Theologie und Kirche auf diese Katastrophen eingegangen werden.

Auf dem Studientag am 15. Oktober 2019 stehen zwei Denker der Nachkriegszeit im Mittelpunkt: Wie viele andere jüdische Intellektuelle haben sich der Philosoph Hans Jonas (1903–1993) und der Theologe Abraham J. Heschel (1907–1972) der ganzen existenziellen Wucht der Frage des Gottesbegriffs und der Ethik nach Auschwitz ausgesetzt und sie vor allem ethisch beantwortet. Aus unterschiedlichen religiös-kulturellen Welten stammend, Jonas aus dem deutsch-jüdischen Milieu, Heschel hingegen aus dem polnisch-chassidischen Judentum, stimmten sie doch in einem überein: Die Erinnerung an die Shoah stellt die Menschheit vor eine überwältigende Verantwortung, von der nicht nur die Humanisierung der Geschichte, sondern auch die Beziehung zwischen Gott und Mensch abhängt.

Beide Veranstaltungen finden in der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main statt.

Weitere Informationen zu den Theologischen Studientagen und Infos zur Anmeldung

to top