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Perspektiven

Hochschulpreis der Evangelischen Hochschulgesellschaft und der Diakonie Hessen verliehen

© Stefan Hof/Diakonie HessenDoppelportrait: Beide Frauen mit BlumenstraußMareike Schmidt (links) und Hanna Teckenbrock (rechts) erhielten den Hochschulpreis der Evangelischen Hochschulgesellschaft und der Diakonie Hessen.

Mareike Schmidt und Hanna Teckenbrock erhielten den Hochschulpreis der Evangelischen Hochschulgesellschaft e.V. und der Diakonie Hessen. Die beiden Absolventinnen der Evangelischen Hochschule Darmstadt beschäftigten sich in ihren Masterarbeiten mit Fragen der Sozialen Arbeit und der Heilpädagogik.

Die Evangelische Hochschulgesellschaft und die Diakonie Hessen, bei der Ehrung vertreten durch Stefan Hof,  vergeben jährlich einen Förderpreis für herausragende Abschlussarbeiten an Absolventinnen und Absolventen der Evangelischen Hochschule Darmstadt. Sie wollen damit auf drängende gesellschaftliche Fragen und Problemfelder aufmerksam machen. Der Hochschulpreis ist mit jeweils 1000 Euro dotiert.

Mareike Schmidt thematisiert die Religionssensibilität als Dimension einer ressourcenorientierten Sozialen Arbeit. Sie arbeitet seit mehreren Jahren in einem ambulanten Dienst für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Unter den Fachkräften registrierte sie eine gewisse Unsicherheit, wie diese mit der Religiosität und Glauben der Klientinnen und Klienten umgehen können. Tatsächlich kann religiöses Erleben und Erfahrungen sich in psychischer Beeinträchtigung  auswirken, aber auch einen Halt bieten. Sie plädiert daher dafür, „Glaubensvorstellungen und Sehnsüchte – so irrational sie auch sein mögen – zur Sprache zu bringen, und zwar ohne für eine bestimmte Konfession einzutreten“. Als Arbeitsinstrumente für die Berufspraxis entwickelte Mareike Schmidt einen Fragebogen, um die Sensibilität der Fachkräfte für religiöse Fragen zu schulen sowie ein Seminarkonzept. 

Ausgehend von unterschiedlichen Raumvorstellungen arbeitet Hanna Teckenbrock die Bedeutung des sozialen Raumes im Kontext der Lebenssituation von Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung heraus. Sozialraum bezeichnet  sowohl den Wohn- und Lebensraum als auch den Raum, an dem soziale Beziehungen gepflegt werden. In der Aneignung ihres Sozialraums sind Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung vielfach auf Unterstützung angewiesen. Eine Orientierung am sozialen Raum in der sogenannten Behindertenhilfe sei daher erforderlich. Hanna Teckenbrock gibt Perspektiven auf die hierzu notwendige Organisationsentwicklung und die Weiterbildung der dort tätigen Fachkräfte.

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