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Gottesdienst zu Pfingsten

Hessentag: Wenn der Funke überspringt

Medio.tv/SchaudernaPfingstgottesdienst beim Hessentag 2019Pfingstgottesdienst beim Hessentag 2019

Rund 2000 Menschen waren beim Pfingstgottesdienst des Hessentags in Bad Hersfeld dabei. Für eine besondere Atmospähre in der Stiftsruine sorgten nicht nur Dutzende feuerrot gekleidete Tänzerinnen, und ein eigener Hessentagschor, sondern auch ein ganz wervolles Stück Bronze.

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Bischof Martin Hein, Pröpstin Sabine Kropf-Brandau und Bischof Michael Gerber(v.l.) Gottesdienst zum Hessentag 2019 in der Stiftsruine Bad Hersfeld

Es war ein feuerrotes Spektakel am Pfingstmontag. Unter dem Motto „Feuer und Flamme“ feierten rund 2000 Gläubige beim Hessentag einen Gottesdienst in der Stiftsruine Bad Hersfeld, der vielen in Erinnerung bleiben dürfte. Neben Posaunenklängen war ein eigens für dieses Projekt gegründeter 200-köpfiger Hessentagschor zu hören. Dutzende Tänzerinnen und Tänzer sorgten dafür, dass der sprichwörtliche Funke auch durch Choreografien von der Bühne auf die Tribühne übersprang. Die Besucherinnen und Besucher konnten sich aber nicht nur zurücklehnen und genießen, sondern wurden mit bunten Tüchern auch in die Aktionen einbezogen. Der hesssen-nassauische Pfarrer und Liedermacher Fabian Vogt hatte zudem speziell für den Anlass Lieder kompolniert. Schon ganz zu Beginn wurde die Besonderheit der Feier deutlich: Ausnahmsweise wurde die Lullusglocke, die älteste Glocke Deutschlands aus dem Jahre 1038, im Katharinenturm geläutet und rief zur Andacht.  

Was zu Herzen geht

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, schlug in seiner Ansprache eine Brücke von der biblischen Begeisterung des Pfingstfestes zur Feuerkirche auf dem Hessentag. Auch heute noch, so Hein, treffe Gottes Geist Menschen mitten ins Herz: „Es sind ganz besondere Momente, in denen Menschen ihn spüren können als ein plötzliches Erkennen, als Wärme in Zeiten von Kälte, als inneren Funken, der in Bewegung setzt und lebendig macht.“ Davon werde in diesen Tagen in der Feuerkirche und im Flammenzelt erzählt. „Viele Ehrenamtliche wirken darin mit und teilen ihre Erfahrungen, weil es sie mitten ins Herz getroffen hat“, stellte Hein dankbar und erfreut fest. Der Bischof des Bistums Fulda, Michael Gerber, machte im Gottesdienst Mut, Initiative zu ergreifen: „Der Geist Gottes wirkt, wo er Menschen die Gnade schenkt, trotz tiefer persönlicher Verletzungen zu Brückenbauern zu werden, die Spirale der Gewalt zu durchbrechen. Das durften wir beim Neuaufbau Europas vor bald 75 Jahren erleben. Diesen Geist Gottes brauchen wir gerade heute in den gegenwärtigen Spannungen und Herausforderungen.“

Begeisterung 

Die Pröpstin des Sprengels Hanau-Hersfeld, Sabine Kropf-Brandau, verabschiedete anschließend die Gottesdienstbesucher und lud gleichzeitig zum Konzert des landeskirchlichen Gospelchores „Get up“ unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Peter Hamburger ein, das unmittelbar im Anschluss an den Gottesdienst den Funken der Begeisterung erneut entfachte.

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