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Synode verabschiedet Verwaltungschef

Heinz Thomas Striegler: Mit ruhiger Hand den Tanker mitgesteuert

EKHN/RahnHeinz Thomas StrieglerAbschied von der Synode 2022: Stehende Ovationen für Heinz Thomas Striegler

Der langjährige Leiter der hessen-nassauischen Kirchenverwaltung Heinz Thomas Striegler ist zum Abschluss der Herbsysynode von dem Gremium verabschiedet worden. Er überraschte alle vor zwei Jahrzehnten gleich zum Einstieg mit einer ganz besonderen Maßnahme.

EKHN/RahnHeinz Thomas Striegler vor der Synode November 2022. Im Hintergund: Präses Birgit PfeifferHeinz Thomas Striegler vor der Synode November 2022. Im Hintergrund: Präses Birgit Pfeiffer

Der langjährige Leiter der hessen-nassauischen Kirchenverwaltung und Finanzdezernent, Heinz Thomas Striegler, ist am Samstag zum Abschluss der Synodentagung von dem Gremium verabschiedet worden. Striegler geht im März 2023 in den Ruhestand. Die Herbsttagung in Offenbach vom 23. bis 26. November 2022 war damit sein letzter Auftritt vor dem Kirchengremium. Strieglers Nachfolge tritt im kommenden Jahr der Jurist und Theologe Lars Esterhaus an.

Mit ethischen Anlagen Maßstäbe gesetzt

Die Präses der Synode, Birgit Pfeiffer, würdigte Striegler als Fachmann, der mit „ruhiger Hand den Tanker EKHN“ über zwei Jahrzehnte mitgesteuert habe. Vor allem mit dem Ansatz, Geld ethisch nachhaltig anzulegen, habe er bundesweit Maßstäbe gesetzt. Mit „Dank und Freude“ dürfe auf seine Arbeit zurückgeschaut werden.

Genau nach den Spargroschen schauen

Striegler bedankte sich für die Zusammenarbeit mit der Synode sowie den Mitarbeitenden in der Kirchenverwaltung und der Mitarbeitendenvertretung der EKHN. Strieger erinnerte daran, dass er vor 21 Jahren als Finanzdezernent gekommen sei und sich in der EKHN gleich zuhause gefühlt habe. Zugleich habe er zu Beginn seines Dienstes gleich alle mit einer Haushaltssperre überrascht. Wichtig sei ihm unter anderem die Beschäftigung mit nachhaltigen Anlagestrategien gewesen. „Ich wollte wissen, was mit den Spargroschen draußen in der Welt geschieht.“ Striegler lobte zugleich das synodale Prinzip als gutes Entscheidungssystem. Die „offene Debattenkultur ohne Fraktionen und ohne Schubladendenken“ sei positiv und führe fast immer zu ausdifferenzierten Ergebnissen.

Zur Person

Heinz Thomas Striegler wurde 1957 in Dresden geboren und ist in Mönchengladbach am Niederrhein aufgewachsen. Er studierte von 1976 bis 1983 in Freiburg und Bonn Jura mit Abschluss des Zweiten Staatsexamen und Volkswirtschaft bis zum Vordiplom. Das Referendariat absolvierte Striegler am Landgericht Bonn und am Oberlandesgericht Köln. Darüber hinaus war er nebenberuflich als Korrekturassistent an der Universität Bonn und freiberuflich als Finanzberater tätig. Nach dem Referendariat arbeitete er zunächst als Rechtsanwalt in Koblenz. 1987 wechselte er als Referent in das Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau in Bonn. 1992 wurde Striegler Stadtdirektor der Stadt Lengerich/Westfalen, wo er unter anderem für die Bereiche Kämmerei und Personal zuständig war.

1999 ging Striegler als Syndikus und Bereichsleiter für Personal und Recht zur Volksbank Hannover. Im Herbst 2001 wählte ihn die hessen-nassauische Kirchensynode zum Leiter der Finanzabteilung in der Kirchenverwaltung. Er trat das Amt im Januar 2002 an. 2004 wurde seine Funktion im Zuge der Verwaltungsreform in Dezernent für Finanzen, Bau und Liegenschaften erweitert. 2010 wurde er erstmals zum Verwaltungsleiter gewählt und behielt bis 2021 daneben das Amt des Finanzdezernenten.

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