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Wie mit Katar umgehen?

Arbeitshilfe zur Fußball-WM in Katar erhältlich: „…die Tooor macht weit“?

Medienhaus/GettyImages/CarstenSommerUnter einem guten Stern? Motiv des Arbeitsheftes zur Fußball-WM in Katar 2022 in der AdventszeitUnter einem guten Stern? Motiv des Arbeitsheftes zur Fußball-WM in Katar 2022 in der Adventszeit

Das hat es so noch nie gegeben: Am Ewigkeitssonntag rollt erstmals der Ball bei einer Fußball-WM. Und während dann am Adventskranz die Lichter brennen, wird in Katar um die Fußballkrone im Profisport gekämpft. Was sollen Gemeinden tun? Eine evangelische Arbeitshilfe gibt Hinweise zwischen Boykott und Begeisterung. Auch kostenfrei zum Bestellen.

gettyimages/C. Sommer Ev. MedienhausEvangelische Arbeitshilfe zur WM in Katar 2022Evangelische Arbeitshilfe zur WM in Katar 2022

Das Arbeitsheft „Macht hoch die Tür, die Tooor macht weit“ steht auf dieser Sonderseite der hessen-nassauischen Kirche zum Downloag zur Verfügung. Hier findet sich auch eine Bestellmöglichkeit sowie weitere Tipps etwa von Brot für die Welt oder Veranstwaltungshinweise: 
www.ekhn.de/katar  

In wenigen Tagen ist es soweit: Dann ist Anstoß zur Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Das winterliche Turnier im Wüstenstaat hat die Gemüter wie niemals zuvor schon im Vorfeld erhitzt. Während Christinnen und Christen hierzulande am Ewigkeitssonntag der Toten gedenken und dann in der Adventszeit der Feier der Geburt von Jesus Christus entgegenfiebern, werden die weltbesten Fußballer unter sengender Sonne ab dem 20. November um die Krone ihrer Sportart ringen. Das Endspiel im Emirat am Persischen Golf wird pünktlich am 4. Advent ausgetragen. Hinzu kommen Menschenrechtsverletzungen, verachtende öffentliche Äußerungen sportlicher Offizieller zur Homosexualität, fragwürdige Arbeitsbedingungen im autoritären Königreich und weltweite Boykottforderungen. Das alles stellt die kirchliche Arbeit in der Vorweihnachtszeit 2022 vor besondere Herausforderungen.

Anti-Turnier und Fußball auf der Kanzel

Die evangelische Kirche hat deshalb bereits im Sommer spezielle Hilfsmaterialien für Kirchengemeinden vorbereitet. Sie sind hier weiter erhältlich. Unter der Überschrift „Macht hoch die Tür, die Tooor macht weit“ gibt ein Arbeitsheft auf 36 Seiten Tipps für einen konstruktiv-kritischen Umgang mit der umstrittenen WM. Die Broschüre mit dem Titel in Anlehnung an das bekannte Adventslied enthält Anregungen für Gottesdienste an den Adventssonntagen im Schatten der WM und Aktionsvorschläge für die Gemeindearbeit. Warum nicht mit lokalen Vereinen ein Anti-Turnier organisieren oder Fußballerinnen und Fußballer zur Predigt auf die Kanzel bitten?

Gastbeitrag von DFB-Präsident Neuendorf

Ergänzt wird das Heft durch Gastbeiträge unter anderem von DFB-Präsident Bernd Neuendorf, ZDF-Sportmoderatorin Claudia Neumann oder Hessen-Nassaus Kirchenpräsident Volker Jung sowie dem EKD-Sportbeauftragten und rheinischen Präses Thorsten Latzel. Zudem gibt es auch Impulse rund um das jüdische Lichterfest Chanukka, auf das die WM ebenfalls fällt. Das Heft will dabei keine endgültigen ethischen Antworten und Lösungen rund um die WM in Katar präsentieren, sondern die Licht- und Schattenseiten des Turniers beleuchten und vor allem zu einem praxisorientierten Umgang vor Ort ermutigen.

Tipps als Gemeinschaftsproduktion

Gedacht ist die Broschüre vornehmlich für das Gemeindeleben vor Ort, für Gottesdienste, Konfi-Stunden und Gesprächskreise. Entwickelt und herausgegeben haben das Heft der Evangelische Bund und die Evangelisch Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Kirche und Sport sowie der Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung „midi“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) 

 


Zitate aus der Arbeitshilfe

„Niemals zuvor hat ein großes Fußballturnier lange vor dem ersten Anpfiff für so heftige Debatten gesorgt.“ - Claudia Neumann (ZDF) 

„Ich möchte Sie, ich möchte die EKD zu einem Dialog einladen, wie wir den Fußball der Zukunft gestalten wollen.“ - Bernd Neuendorf (DFB) 

„Auf den Stadion-Baustellen einschließlich Wegeunfällen sind seit Baubeginn 37 Arbeiter tödlich verunglückt. Jeder Tote ist einer zu viel.“ -  Sylvia Schenk (Transparency International) 

„Ein Boykott hilft nicht den Arbeitern … und würde die Reformer schwächen.“ - Dietmar Schäfers (IG Bau)

„Der Rasen ist offensichtlich heilig.“ - Michael Rubinstein (Israelitische Gemeinschaft)

 

 

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