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Freiwilliges soziales Jahr

Freiwilligenprogramme als gute Möglichkeit für Auszeit nach dem Abitur

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Viele Abiturienten wünschen sich nach der Schule erst einmal eine Auszeit. Ein öffentlich gefördertes Freiwilligenprogramm bietet Zeit für Orientierung. Aber das muss rechtzeitig geplant werden: Die guten Stellen sind schnell vergeben.

„Das Angebot öffentlich geförderter Freiwilligeneinsätze ist vielfältiger als gemeinhin bekannt“, sagt Christiane Oehler-Wollersheim, Berufs- und Studienberaterin bei der Arbeitsagentur in Siegburg bei Bonn. Viele Jugendliche wüssten gar nicht, dass das FSJ nicht nur in Krankenhäusern oder sozialen Einrichtungen angeboten wird. Auch zum Beispiel Museen, Theater, Opernhäuser, politische Stiftungen oder Parteien beschäftigen FSJ-ler.

Eine weitere Möglichkeit ist der Bundesfreiwilligendienst, der gerade 10.000 zusätzliche Stellen für die Betreuung von Flüchtlingen bereitgestellt hat. Generell entsprechen die Einsatzgebiete der „Bufdis“ in etwa denen im Freiwilligen Sozialen Jahr. Wesentlicher Unterschied: Der Bundesfreiwilligendienst steht nicht nur jungen Leuten, sondern auch älteren Menschen offen. Der Dienst wurde 2011 eingeführt, als die Wehrpflicht und damit auch der Zivildienst abgeschafft wurden. Einen freiwilligen Wehrdienst zwischen sechs und 24 Monaten können junge Männer und Frauen allerdings trotzdem leisten.

Viele Jugendliche möchten nach dem Abitur aber erst einmal ins Ausland. Für sie empfiehlt sich eines der vier öffentlich bezuschussten Auslands-Freiwilligenprogramme. Das ist zum Beispiel der von der EU geförderte Europäische Freiwilligendienst. Wer noch weiter weg will, kann sich beim Internationalen Jugendfreiwilligendienst des Bundesjugendministeriums bewerben, der junge Leute an gemeinnützige Programme weltweit vermittelt.

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