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Morgenfeier Epiphanias

Der Stern von Bethlehem, die Weisen aus dem Osten und die Hoffnung auf Frieden

Photomorphic/istockphoto.comDie drei WeisenDie drei Weisen

Für die Weisen aus dem Osten war klar: Dieser Stern bedeutet etwas. Er ist ein Zeichen. Ein Wink Gottes.

Karsten Fink / MedienhausPortraitPfarrerin Doris Joachim

Als Kinder waren mein Cousin und ich ausgesprochen kreative Sterndeuter und haben abends stundenlang in den Himmel geschaut. Wir waren so sieben, acht Jahre alt. Je länger wir hochguckten, desto mehr kamen die Sterne auf uns zu. Ja, sie blinkten und bewegten sich – zumindest kam uns das so vor. Wir haben dann gedacht: Das ist der liebe Gott. Der winkt uns mit den Sternen zu. Die Erwachsenen sagten zwar: Das ist Unsinn. Aber uns war das egal. Ehrfürchtig haben wir beobachtet, wie die Sterne uns winkten oder eben Gott. Ganz klein kamen wir uns dabei vor. Aber es war ein gutes Gefühl. Denn schließlich war ein liebevoller Gott da oben. Unter diesem Sternenhimmel fühlten wir Kleinen uns geborgen und sicher: Da ist einer, der uns sieht. Und er zeigt das auch.

Ein Wink Gottes

Wie mein Cousin und ich haben auch die Weisen aus dem Morgenland in den Sternenhimmel geschaut. So erzählt es der Evangelist Matthäus in der Bibel. Und sie haben einen besonderen Stern gesehen. Oder eine Sternkonstellation. So genau weiß man das nicht, obwohl darüber viel geforscht wurde. Der Halleysche Komet oder eine Jupiter-Saturn-Konstellation oder was auch immer. Für die Weisen aus dem Osten war klar: Dieser Stern bedeutet etwas. Er ist ein Zeichen. Ein Wink Gottes. Da ist etwas Besonderes geschehen, denken sie. Ein König wurde geboren, ein Heiland. So haben das Menschen in der Antike öfter gesehen: Ein Stern oder ein Komet kündigt die Geburt eines Herrschers an oder ein besonderes Ereignis wie einen Sieg oder einen Herrschaftswechsel. Die Weisen aus dem Morgenland sehen nun, wie sich der Stern bewegt – jedenfalls kommt es ihnen so vor. Sie machen sich auf den Weg. Sie folgen ihrem Stern.

Der Himmel erzählt

Wahrscheinlich ist die biblische Geschichte von den Weisen und dem Stern eine Legende. Von den vier Evangelisten in der Bibel berichtet nur Matthäus davon. Der Evangelist Lukas erwähnt in seiner Weihnachtsgeschichte keinen Stern. Und die Evangelisten Markus und Johannes erzählen noch nicht mal etwas von der Geburt Jesu. Aber das ist vielleicht auch gar nicht so wichtig. Entscheidend ist: Da ist ein großer Gott. Der wurde ein kleiner Mensch. Der Himmel erzählt davon. Und vor diesem Gott in einem kleinen Menschen gehen Weise und Könige in die Knie...

Hör-Tipp: hr2 Morgenfeier am 6. Januar 2019 um 7:30 Uhr

Die komplette Morgenfeier von Pfarrerin Doris Joachim gibt es ab dem 6. Januar 2019, 8 Uhr, zum Nachlesen auf kirche-im-hr.de


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