Menümobile menu

„Kirche mit Hand, Hirn und Fuß“

Vogelsberger Dekanin Dr. Dorette Seibert in Aufsichtsrat der Diakonie Hessen gewählt

Foto: HofDr. Dorette Seibert stellte sich auf der Mitgliederversammlung der Diakonie Hessen in Hanau zur Wahl.

Die Mitgliederversammlung der Diakonie Hessen hat am 30. Juni in Hanau Dr. Dorette Seibert in den Aufsichtsrat gewählt. Seibert ist seit dem Jahr 2019 Dekanin im Dekanat Vogelsberg. Sie tritt während der Legislaturperiode die Nachfolge von Prodekanin Dr. Ursula Schön an, die als Direktorin zum Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg wechseln wird.

Foto: HofGratulationen für die frischgebackene Aufsichtsrätin Dr. Dorette Seibert gab es von den beiden Vorständen Pfarrer Carsten Tag und Dr. Harald Clausen sowie dem Aufsichtsratsvorsitzenden Maik Dietrich-Gibhardt (v.l.).

Mit Dr. Dorette Seibert ist nun eine Frau in 18-köpfigen Gremium, deren Herz nach eigenem Bekunden „für die Diakonie schlägt.“ Ein Blick auf den Werdegang der Pfarrerin unterstreicht diese Aussage: Bereits während ihres Studiums war sie als Pflegehelferin in einem Heidelberger Seniorenheim tätig. Seit vielen Jahren bereits ist sie Vorsitzende des Diakonievereins Oberursel und ist dies auch nach ihrem Weggang nach Alsfeld geblieben. Als Dekanin ist sie im Vogelsberg Mitglied im Dekanatsdiakonieausschuss und in der Dekanatsdiakoniekonferenz. Themen aus dem diakonischen Umfeld begleiten sie daher beständig, nicht zuletzt durch die Tätigkeit ihres Ehemannes, der Palliativ-Care-Fachkraft ist.

„Diakonisches Handeln kann auf eine geistliche Dimension nicht verzichten“

„Als Theologin möchte ich dazu beitragen, dass theologisch an den gemeinsamen Herausforderungen von Kirche und Diakonie weiter gearbeitet wird“, so die neue Aufsichtsrätin. „Glaube braucht Hand und Fuß, und diakonisches Handeln kann auf eine geistliche Dimension nicht verzichten.“

Ein großes Augenmerk wird also auf der Zusammenarbeit von Diakonie und Kirche liegen – allzu oft habe man hier den Eindruck, dass beide Institutionen konkurrierten, obwohl sie doch dasselbe, nämlich das Wohl der Menschen, die sie aufsuchen und die bei ihnen arbeiten, im Blick haben. Kirche und Diakonisches Werk hätten gemeinsam mehr Potenzial zur Gestaltung der Gesellschaft, zeigt sich die Pfarrerin überzeugt.

Als Dekanin aus dem ländlichen Raum sieht sich Seibert aber auch als Vertreterin der kleinen diakonischen Werke im ländlichen Raum. „Ich möchte im Aufsichtsrat die Situation in ländlichen Regionen im Blick behalten. Und auch, wie sich die Weiterentwicklung nach der Ausgliederung für die kleineren regionalen Diakonischen Werke gestaltet“, skizziert Seibert einen weiteren Fokus ihrer neuen Tätigkeit. Sowohl als Dekanin als auch als Aufsichtsrätin und Beirätin wolle sie der Belange der Menschen und Einrichtungen vor Ort in die Leitungsgremien tragen und ihnen dort Gehör verschaffen. Insofern könnte das neue zusätzliche Amt sich auch ganz direkt im Vogelsberg auswirken. „Ich habe dem Leiter des hiesigen regionalen Diakonischen Werks Fred Weißing signalisiert, dass ich mich gerade der regionalen Sachen verpflichtet fühle, auch wenn ich im Aufsichtsrat natürlich auch das Ganze im Blick haben muss.“

Mit Dr. Dorette Seibert ist eine Vogelsberger Stimme in dem höchsten hessischen Gremium der Diakonie angekommen. Ihr Ziel: „Ich möchte mit dazu beitragen, dass Kirche und Diakonie vor Ort konstruktiv und zusammen mit anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren zugunsten der Menschen wirken können.“

to top