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18. Sonntag nach Trinitatis

15.10.2017: Gefängnisseelsorge

EKHN/RahnBlick aus der Gefängniskapelle an WeihnachtenBlick aus der Gefängniskapelle an Weihnachten

Gefängnisseelsorge unterstützt bedürftige Gefangene und deren Familien durch materielle Zuwendungen und die Übernahme von Fahrtkosten für Besuche. Zusätzlich werden kulturelle Veranstaltungen wie Musik, Theater und Lesungen unterstützt.

In den hessischen Gefängnissen sind 4.500 Männer, Frauen und Jugendliche inhaftiert. Hinzu kommen die Gefangenen in den beiden auf dem Gebiet unserer Kirche liegenden Haftanstalten in Rheinland-Pfalz. Sie kommen aus über 60 verschiedenen Nationen. Das Gefängnis spiegelt die Not unserer Welt wieder. Es ist ein globales Dorf. Gefängnisseelsorge geschieht in einem multireligiösen Kontext. Die Mehrzahl der Gefangenen kommt aus armen Verhältnissen. Viele sind krank, ein großer Teil ist drogenabhängig. 

Die Familien der Gefangenen leben oft unter schwierigen sozialen Bedingungen und sind ebenfalls auf Hilfe angewiesen. Die Gefängnisseelsorge hilft bedürftigen Gefangenen und ihren Familien unter anderem durch die Übernahme von Fahrtkosten für Besuche, durch die Unterstützung mittelloser Gefangener, den Bezug von Zeitschriften und Büchern. Zusätzlich werden kulturelle Veranstaltungen wie Musik, Theater und Lesungen im Gefängnis ermöglicht.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Arbeit mit den Familien der Gefangenen wie Vater-Kind-Projekte und Familienbegegnungstage in der Haft. Seelsorge im Gefängnis geschieht aus dem Wissen um die unmittelbare Gegenwart Gottes, die Autonomie und Selbstverantwortung mitten in der Gefangenschaft ermöglicht. Sie widersetzt sich der Zerstörung und versucht, in ausweglosen Momenten menschlichen Lebens die Hoffnung auf Befreiung lebendig zu halten.

Kurzfassung

Gefängnisseelsorge unterstützt bedürftige Gefangene und deren Familien durch materielle Zuwendungen und die Übernahme von Fahrtkosten für Besuche. Zusätzlich werden kulturelle Veranstaltungen wie Musik, Theater und Lesungen unterstützt. Die Arbeit mit den Angehörigen der Gefangenen, insbesondere durch Vater-Kind-Projekte, Familienbesuche und Familienbegegnungstagen im Gefängnis, wächst weiter an. Seelsorge im Gefängnis versucht, Wege zu Autonomie und einem selbstverantwortetem Leben mitten in der Gefangenschaft zu ermöglichen.

www.gefaengnisseelsorge.de

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