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50 Jahre Küsterbund Hessen-Nassau

Küster: Viel mehr als Hausmeister unterm Kirchendach

Stefanie BerneckerAbgedeckte AbendmahlkelcheGehört zum Dienst der Küsterin: Die Vorbereitung der liturgischen Gefäße

Der Küsterbund der EKHN wurde 1967 auf der Ebernburg gegründet und feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Küster sind viel mehr als Hausmeister unterm Kirchendach.

Bildergalerie

Geschmückter Altar
Foto GentheKüster Josef Vöege in SulzbachKüster Josef Vöege in Sulzbach

Der Küsterbund der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat am Dienstag (17. April) sein 50jähriges Jubiläum begangen. Die Berufsorganisation wurde 1967 auf der Ebernburg bei Bad Kreuznach gegründet und vertritt heute die Interessen von über 1.300 Küsterinnen und Küstern der EKHN. Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung würdigte ihre Arbeit als „Beitrag zur Verkündigung“. Durch ihre Mitwirkung etwa am Abendmahl repräsentierten sie die Kirche als Ganzes. Jung dankte den Küsterinnen und Küstern in einem schriftlichen Grußwort auch für die „Professionalität und Flexibilität“ und ihre Bereitschaft, sich auf ständig wandelnde Anforderungen immer wieder neu einzustellen. Bei dem Festgottesdienst zum Jubiläum in Wiesbaden hob der Präses der hessen-nassauischen Kirchensynode, Ulrich Oelschläger, in seiner Predigt die „hohe Identifikation“ der Küster mit ihrem Amt und mit ihrer Kirche hervor. Neben anspruchsvollen technischen Aufgaben könnten sie Auskünfte über die Architektur der Kirche geben oder führten sogar selbst Touristen durch die Gebäude.

Vielfältiges Berufsbild

Die Aufgabe des Küsters und der Küsterin gehört zu den ältesten und vielfältigsten kirchlichen Berufen. Die Bezeichnung geht auf das Lateinische „custos“ (Wächter) zurück. Neben den hausmeisterlichen Tätigkeiten oder etwa der Reinigung der Kirche beteiligen sich die Küsterinnen und Küster auch an der Verkündigung. Sie sind beispielsweise zuständig für den Blumenschmuck in den Gottesdiensten oder das Aufhängen der Paramente. Auch beim Abendmahl helfen sie, indem sie Wein und Brot vorbereiten, das Abendmahlgeschirr richten und bei der Austeilung mitwirken. In anderen Regionen werden Küster auch als „Kirchner”, „Kirchendiener” oder „Mesner” bezeichnet.

Mehr Frauen im Amt

Von den derzeit 1313 im EKHN-Gebiet beschäftigten Küsterinnen und Küstern haben nach Angaben des Küsterbundes derzeit 236 eine Vollzeit-Stelle inne. Davon sind 131 Frauen. Die meisten arbeiten in Teilzeit. Das sind 1076 Personen; 736 davon sind Küsterinnen. Die Anerkennung als Beruf war ein wesentlicher Impuls, der der Gründung des Küsterbundes vor 50 Jahren vorausging. Vorsitzender des Küsterbunds der EKHN ist derzeit Josef Voege (Sulzbach), sein Stellvertreter Carsten Schwöbel (Frankfurt).

Mehr Informationen im Internet: www.kuesterbund.de

 

 

 

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