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Ausstellung war gut besucht

Das trifft echt zu!

EKHN/Wolfgang Weinrich

Von den fast 4.000 Besucher*innen der Christuskirche verweilten viele in der Ausstellung "Entdecke dein Talent!". Erkunden, wo ich als Ehrenamtliche*r gefragt bin. Spielerisch herausfinden, wie ich mein Talent in die Evangelischen Kirche einbringen kann. Das gelang rund um das Fest der Deutschen Einheit.

 Die meisten Besucher*innen sagten nach dem Besuch: "Das trifft echt auf mich zu. Ich habe mein Talent entdeckt."

Die interaktive Ausstellung "Mach doch, was du glaubst - Entdecke dein Talent!" hatte am 2. und 3. Oktober in der Christuskirche in Mainz geöffnet. Während der Feierlichkeiten zum Fest der Deutschen Einheit ging dabei um die eigenen Talente und wo man sie einbringen kann.

Wo liegen eigentlich meine Talente? Das konnten Besucher*innen an den verschiedenen Stationen des Standes und in persönlichen Gesprächen herausfinden. Von Glück teilen, Dinge entscheiden, kreativ sein oder Worte finden, 12 Motive standen bei den Armbändchen zur Auswahl und die Besucher*innen konnten für sich selbst oder ihre Begleitungen auswählen.

Wie stehe ich zu den verschiedenen Handlungsfeldern der evangelischen Kirche? Soll sich Kirche in Altenheimen, Krankenhäusern und mit Religionsunterricht an Schulen mitmischen oder sind dies alles Aufgaben des Staates? Damit setzte man sich am Swiper eine Stele auseinander. Die Verschiedenen Aussagen konnten abgelehnt oder mit einem "Like" versehen werden.

Im Gespräch mit den Besucher*innen wurde allen deutlich, dass jede und jeder ein Talent besitzt, das man in evangelische Berufe oder auch als Ehrenamtliche*r in seiner Kirchengemeinde einbringen kann. "Klar, Kirche kann nur dann gelingen, wenn man seine Talente auch einbringt. Ich engagiere mich bereits", sagten viele und dann reichte die Palette des Engagements von Sprachkursen für Flüchtlinge, Kindergottesdienstarbeit bis zur Mitrarbeit im Kirchenvorstand.

Einige kamen ganz gezielt und suchten nach weiteren Informationen zum Theologiestudium oder auch freien Stellen in der Öffentlichkeitsarbeit. Erzieherinnen fragten nach der Stellensituation in der EKHN und mancher interessierte sich für das evangelische Profil. "Es gab doch bei Ihnen einmal den Slogan "evangelisch aus gutem Grund". Gibt es den noch?" Dass wir uns heute nicht nur auf das Verteilen von Lutherbonbons zurückziehen, sondern versuchen, Evangelisch sein nachdenklich-reflexiv, theologisch modern und gar nicht verstaubt zu leben, zeigte neben der Ausstellung das vielfältige Musikprogramm am Montagabend: Die "Nacht der Freiheit" mit einen gelungenen Crossover von Colours of Gospel, der Frankfurt City Blues Band, dem Schweizer Pantomimenduo Olga und Pierino sowie dem Rhythmus von drumlet entwickelten sich Szenen, die den Besucher*innen auch schon einmal unter die Haut gingen. Insbesondere als es um 63 verfolgten Menschen ging. Gemeinsam mit Amnesty International rückten so die Schicksale von Menschen in den Mittelpunkt, die seit Jahren inhaftiert sind, gefoltert werden oder sogar seit Jahrzehnten in den Todeszellen ausharren.

Am Dienstag verzauberte die Harfenistin Anne Kox-Schindelin die Besucher*innen.

Schade, dass es so schnell vorbei ist, meinte nicht nur das Ausstellungsteam, denn die Gespräche und Begegnungen haben viel Freude gemacht. Die Ausstellung ist wieder beim Jugendkirchentag in Weilburg am 1. und 2. Juni 2018 zu sehen.

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